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    Wie oft hast du schon Dinge, Wünsche und Pläne verschoben?

    Auf morgen, übermorgen, nächste Woche, auf nächstes Jahr, den nächsten Urlaub oder auf „wenn ich dann mal in Rente bin“ ???

    Dann hast du Zeit, machst endlich die schon lang geplante Städtetour, die Weltreise, nimmst dir mehr Zeit für deine Familie, für deine Freunde oder für was auch immer….

    Aber ist das wirklich so?

    Das Leben ist nicht endlich!

    Wir wissen heute noch gar nicht, was die Zukunft uns bringt. Wieviel Lebenszeit wir hier auf der Erde haben? Ob wir später gesund und mobil sind, um noch die Dinge zu tun, die wir tun wollten? Ob die Menschen noch bei uns sind, mit denen wir mehr Zeit verbringen wollten?
    Was nützen uns also all die ganzen „Will ich unbedingt mal machen“ – Pläne, wenn sie am Ende doch nicht mehr zur Erfüllung kommen?

    Vor ein paar Jahren hat mich ein Buch sehr berührt:

    Bronnie Ware, 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen.

    Die Australierin hat Sterbende über mehrere Jahre bis zu ihrem letzten Atemzug begleitet und ihnen dabei genau zugehört. In dem Buch geht es darum, was Menschen vor ihrem Tod alles bedauern. Das sie gerne den Mut gehabt hätten, ihre Wünsche zu verwirklichen und Dinge anders zu machen. Das sie zuviel gearbeitet haben und gerne mehr Zeit mit ihrer Familie oder Freunden verbracht hätten.

    Ich wünschte, ich hätte ….

    Die 5 Versäumnisse die, die Sterbenden aus Bronnie Wares Buch beklagten:

    Versäumnis 1:
    Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mir selbst treu zu bleiben, statt so zu leben, wie andere es von mir erwarteten.

    Versäumnis 2:
    Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.

    Versäumnis 3:
    Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.

    Versäumnis 4:
    Ich wünschte, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden gehalten.

    Versäumnis 5:
    Ich wünschte, ich hätte mir mehr Freude gegönnt.

    Der richtige Impuls kann bewegend sein.

    Mich hat das Buch von Bronnie Ware damals so inspiriert und wachgerüttelt, dass ich einige aufgeschobene Wünsche, Dinge und Angelegenheiten, endlich in Angriff genommen und umgesetzt habe. Worauf wollte ich noch warten?
    Da war z. B. der lang ersehnte Wunsch, einfach mal ohne Familie Urlaub zu machen, eine Gitarren Stunde zu nehmen, in einer Chorstunde mitzusingen, aus einem Flugzeug zu springen, in einem ausverkauften Musical noch eine Karte zu ergattern, in einem ganz bestimmten Hotel Urlaub zu machen, eine alte Freundin nach langen Jahren wieder zu treffen, Sternschnuppen gucken, ein Picknick am See, ein Lagerfeuer Abend mit Stockbrot und Freunden, ein Pilates Stunde zu buchen, MINI zu fahren, einem guten Freund zu sagen, wie sehr er mein Leben bereichert, ….

    Jedes kleine Stückchen Mut bringt dich in deine wahre Größe.

    Manche meiner Ideen waren für mich leicht umzusetzen. Für andere Dinge musste ich doch schon sehr viel mehr Mut aufbringen, um meinem Hamsterrad zu entkommen.
    Aber jeden Tag viel es mir leichter, ein Stück weiter aus meiner bequemen Komfortzone herauszukrabbeln. Ich wurde täglich ein klein wenig mutiger und innerlich größer.
    Konnte meine inneren Bedürfnisse und meine innere Stimme deutlicher wahrnehmen. Sagte nicht mehr JA, obwohl ich innerlich NEIN meinte. Ich wurde achtsamer und fürsorglicher mir selbst gegenüber. Entdeckte plötzlich viele kleine neue Dinge, die mich fortan glücklicher machten. Dafür war ich bereit viel Ballast abzuwerfen. Dinge und Menschen, die nicht mehr zu mir passten endlich loszulassen. Die Zeiten des ständigen Verbiegens und es jedem Recht machen hatten ein Ende. Ich wurde unabhängiger und freier.

    Viele kleine Schritte lassen uns innerlich wachsen und gedeihen.

    Ich habe vieles ausprobiert, manches beibehalten und manches wieder losgelassen. Heute weiß ich, was mir gut tut. Ich bin gerne und viel in der Natur unterwegs, die mir Entspannung bringt und Kraft gibt. Mich viele wunderbare Dinge entdecken und mein Herz erfreuen lässt.

    Meine Ernährung ist bewusster und achtsamer geworden. Ich schlinge nicht mehr schnell zwischen Tür und Angel, sondern nehme mir bewusst Zeit zu genießen. Mittags gönne ich mir meistens eine kurze Pause.

    In meiner Freizeit lese ich gerne, mache Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen. Bewege mich regelmäßig und verbringe gerne meine Zeit mit Menschen und Dingen, die mir gut tun.

    Mein Leben lebt nicht mehr mich, sondern ich habe das Ruder übernommen.
    Ich bin die Regisseurin und gestalte mein Leben nach meinen Vorstellungen.

    Jeden Tag kannst du etwas tun für dein Glück.

    Auch du kannst sofort damit anfangen, das Ruder zu übernehmen und dein Leben glücklicher zu gestalten.

    Mach dir eine Liste, was in deinem Leben bereits gut läuft und eine Liste was du gerne verändern möchtest.
    Frage dich jeden Tag, welchen kleinen Schritte, du heute gehen kannst, um innerlich reicher und erfüllter zu werden.
    Vielleicht möchtest du mehr Bewegung in dein Leben bringen? Mehr Abwechslung? Auf gesündere Ernährung umstellen? Mehr Zeit mit der Familie oder deinen Freunden verbringen? Mehr Entspannung? Austausch mit Gleichgesinnten? Ein neues Musikinstrument oder eine neue Sprache erlernen?
    Frage Dich, wofür Dein Herz schlägt und was dein Inneres zum Leuchten bringt.

    Am Ende musst du dich nur vor dir selbst rechtfertigen.

    Denk immer daran, am Ende des Lebens musst du dich nur vor dir selbst rechtfertigen und die Dinge bereuen, die du nicht getan hast:

    Sei mutig, bleib dir treu und leb dein Leben! 

    Arbeit ist nicht alles im Leben!

    Zeig deine Gefühle, auch wenn du dich damit verletzlich machst!

    Pflege die Freundschaften, die dir wichtig sind!

    Gönn dir jeden Tag ein kleines bisschen mehr Freude im Leben! 

    Alles Liebe, Alexandra Rosit-Hering

    Wenn nicht jetzt, wann dann….denk immer daran, du hast nur dieses eine Leben!

     

    Bildquellenhinweis: Kristopher Roller, Unsplash