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    Stehst du auch regelmäßig vor deinem Kleiderschrank und findest nichts zum anziehen? Jedenfalls nichts was dich so richtig begeistert? Bist gestresst, wenn du nur schon die Schranktür öffnest und dich all diese vielen getragenen aber auch ungetragenen Kleidungsstücke anblicken. Seufz… Eigentlich müsstest du ja unbedingt mal den Schrank gründlich ausmisten. Noch mehr Seufz…. Wie glücklich warst du doch im letzten Urlaub, mit nur einem Koffer, übersichtlich gefüllt mit Lieblingskleidern und ganz viel Zeit für Dich.

    Unübersichtlichkeit und Unwissenheit binden Kraft und Energie.

    Vielen meiner Kundinnen geht es so. Sie stehen vor prall gefüllten Kleiderschränken mit viel Stoff und wenig Luft.
    Die Unübersichtlichkeit und Unwissenheit über das, was überhaupt im Schrank hängt und liegt, veranlasst sie dazu noch mehr Kleidungsstücke zu kaufen.
    Der Berg an Kleidung wächst. Die innere Unzufriedenheit auch. Erst wenn der Wunsch nach innerer Freiheit größer ist, als weiteren Besitz anzuhäufen, kann das erfolgreiche Loslassen all des unnützen Ballastes beginnen.

    Weniger Stoff, aber mehr Luft.;-)

    Wünscht du dir auch schon länger mehr Übersichtlichkeit im Kleiderschrank?
    Weniger Kleidungstücke aber dafür Lieblingsteile?
    Mehr Freiheit und Leichtigkeit für dein Leben?
    Ballast loszulassen?

    Ja?!!! Dann Ärmel hochkrempeln und los gehts, zum erfolgreichen loslassen. 🙂

    Bewusste Ordnung schaffen ist wie eine Neuausrichtung.

    Mein Tipp, bevor du beginnst, nimm dir Zeit für diese Loslass-Aktion. Sehe es nicht als verschwendeten Zeitaufwand, sondern geniesse dieses bewusste Ordnung schaffen für mehr Leichtigkeit und Freiheit in deinem Leben. Sehe es als eine Art inneren und äußeren Reinigungsprozess an. Du hast hinterher die innere Klarheit, was tatsächlich noch zu deinem heutigen Leben passt und bleiben darf oder gehen muss.

    Führe diese Aufräumaktion, wegen der Motivation, möglichst in einem Rutsch durch.

    Solltest du mit dem Kleiderschrank fertig sein, denk auch an die Kleider, die sich vielleicht noch in der Wäsche, im Flur, eingelagert auf dem Dachboden oder im Keller befinden.

    Und nun wünsche ich dir ganz viel Spass beim erfolgreichen Ballast loslassen 🙂

    Eine Bestandsinventur bringt Klarheit.

    Durch eine Bestandsliste deines Kleiderschranks bekommst du zunächst erst mal den Überblick was sich überhaupt in deinem Kleiderschrank so alles befindet. Räume dazu deinen Kleiderschrank komplett leer. Ordne die Kleidungsstücke in verschiedene Stapel: T-Shirt zu T-Shirts, Hose zu Hosen, Blazer zu Blazer, usw…

    Die richtigen Fragen helfen zu entscheiden.

    Um nun zu entscheiden, welches Kleidungsstück jetzt auch wieder in den Kleiderschrank zurück darf und welches nicht mehr, helfen dir jetzt die richtigen Fragen. Nimm jedes Kleidungsstück in die Hand und prüfe anhand der nachfolgenden Fragen:

    • Wie fühlt sich das Kleidungsstück für Dich an?
    • Trägst du es gerne?
    • Passt dir das Kleidungsstück perfekt?
    • Wie oft trägst du es ?
    • Entspricht es noch deinem Stil?
    • Magst du die Farbe, das Material, die Form?
    • Wie fühlst du dich, wenn du dieses gute Stück trägst?
    • Macht es dich glücklich?

    Wenn du dir noch unsicher bei deiner Entscheidung bist „Kleidungsstück darf bleiben oder muss gehen“, zieh das gute Stück an und überprüf dann nochmal anhand der Fragen.

    Ein Spiegel kann hierbei durchaus nützlich sein, um deine Entscheidungskraft zu verstärken.

    Der etwas andere Blick kann Entscheidungen verstärken.

    Wenn du dir nach der Spiegelvariante immer noch unsicher bist, mach ein Foto. Stell dich dazu vor einen Spiegel, in dem du dich komplett siehst. Mache dann ein Foto von dir und deinem Outfit. Durch den Perspektivwechsel des Fotos bekommst du nochmal einen ganz anderen Blickwinkel von dir und deinem Outfit.

    Unterscheidung in 2 Kategorien:

    Wenn du deine Entscheidungen getroffen hast, bleiben zwei Stapel übrig.
    Ein Stapel Bleiben, ein Stapel Gehen. Um den Stapel Gehen kümmern wir uns später. Den Stapel der bleibenden Kleidungsstücke unterteilst jetzt noch mal in zwei Kategorien:

    Kategorie 1 – Lieblingsteile
    Kategorie 2 – Werkstatt

    Kategorie 1 – Lieblingsteile:

    Hier kommen nur die Kleidungsstücke hin, die bei deinen Entscheidungsfragen „sehr gut abgeschnitten“ haben. Die dich glücklich machen und dazu noch in einem tadellosen Zustand sind.
    Ohne Flecken, Löcher, kaputten Reissverschlüssen, abgerissenen Knöpfen, ..

    Kategorie 2 – Werkstatt:

    Hier kommen Kleidungsstücke hin, die du für sehr gut befunden hast, aber kleiner Ausbesserungsbedarf besteht. Das Reparieren des Kleidungsstücks muss sich jedoch leicht und schnell beheben lassen.

    Lieblingsteile dürfen bleiben.

    Nachdem du fertig bist mit dem Einteilen deiner Kategorien, wischt du zunächst deinen Kleiderschrank von innen und aussen komplett aus.
    Danach kannst du deine „Lieblingsteile“ einräumen.
    Ob du nun nach Farben oder nach Kategorien deine Lieblingskleider wieder einsortieren möchtest bleibt dir überlassen. Probiere aus, was sich für dich richtig anfühlt. Wenn du dein Kleiderschrank erfolgreich eingeräumt hast, dann feier dich mal kurz. Yippeah yeah!
    Du hast Platz geschaffen, für die Teile, die zu deinem jetzigen Leben passen. Kleider mit denen du ein gutes Gefühl verbindest.

    Herzlichen Glückwunsch. 🙂

    Die Werkstatt braucht eine Dateline.

    Kommen wir zu Kategorie 2, der Werkstatt.
    Entweder kannst du die kleinen Reparaturen an dem Kleidungsstück selbst ausbessern oder du holst dir einen Experten z. B. eine Schneiderin zur Hand.
    Empfehlenswert hier: Dateline setzen! Nicht irgendwann mal, sondern unbedingt zeitnah die Reparaturen erledigen bzw. erledigen lassen. (maximal 14 Tage)
    Sind die 14 Tage um, ohne dass ein Kleidungsstück repariert ist, kommen sie auf den Loslass-Stapel. Sei ehrlich zu dir selbst und binde keine Energie und Zeit in „kümmere ich mich irgendwann einmal drum“.
    Was nach 14 Tagen nicht erledigt ist, wird auch in den nächsten Wochen und Monaten nicht erledigt sein!

    Ausgedient darf gehen.

    Kommen wir zu dem Stapel „gehen“. Hier befinden sich alle Kleidungsstücke, die deine Kriterien nicht erfüllt haben.
    Selbst wenn das Teil in einem tadellosen Zustand ist. Lass es los, bevor es weiterhin ein tristes Dasein in deinem Schrank verbringt, Platz wegnimmt oder dich ständig daran erinnert, dass du für das gute Teil vor Jahren ein Vermögen ausgegeben hast. Eure gemeinsame Zeit ist um. Danke dem guten Stück und lass es gehen. 🙂

    Kaputte Kleidungsstücke haben ausgedient.

    Der Stapel der kaputten oder unansehnliche Kleidungsstücken sind unbedingt noch am gleichen Tag des fertigen aufräumens aus dem Haus zu bringen. Die Erfahrung aus der Vergangenheit hat gezeigt, wenn der Loslassstapel noch einige Tage sichtbar zu Hause steht, fühlt sich der ein oder andere doch noch dazu berufen, nochmal in die Loslass-Tüten einen Blick zu werfen, und das ein oder andere Teil wieder rauszuholen.
    Also unbedingt raus aus dem Haus!

    Wenn der Stil nicht mehr zu meinem heutigen ICH passt.

    Mit den Kleidern, die noch tadellos in Ordnung sind, aber der Stil nicht mehr zu dir passt, kannst du vielleicht anderen eine Freude machen.
    Frag im Freundes- und Bekanntenkreis, ob jemand Bedarf hat und schauen möchte, was du nicht mehr brauchen kannst. Auch spenden und jemand anderen glücklich machen ist tolle Idee 🙂
    Damit deine Spenden auch dahin kommen, wo sie gebraucht werden, gibt es hier z. B. Altkeiderspenden für soziale Projekte: https://www.fairwertung.de/
    Alternativ kann man vor Ort auf der Stadt, oder bei der Tafel nachfragen.

    Verkaufen ist eine weitere Möglichkeit des Loslassens. Gut erhaltene Designer Stücke können möglicherweise bei Ebay oder im Secondhand einen guten Verpaufspreis bringen. Verkaufen kann aber viel Zeit und Energie binden, vom lagern, einstellen, fotografieren bis hin zum verpacken und verschicken.

    Jeder muss für sich selbst abwägen, für welche Loslass-Variante er sich entscheidet.

    Alte Prägungen und Verwurzelung beeinträchtigen unseren Loslassprozess.

    Für viele Menschen gestaltet sich loslassen noch immer als ein schwieriger Prozess. Durch die Prägung und Verwurzelung mit unseren Vorfahren, haben viele von uns noch immer unbewusste Ängste mit leeren Händen oder ganz alleine dazustehen. Lieber halten wir fest!  An Beziehungen, an Dingen, egal ob wir sie brauchen, sie uns gut tun. Ob sie uns belasten und vielleicht auch als Stolpersteine oder Hindernisse auf unserem Weg liegen.

    Wer frei sein will, kommt um`s Loslassen nicht herum.

    Wer sich nach innerer Freiheit und Leichtigkeit in seinem Leben sehnt, kommt um`s loslassen nicht herum. Überflüssiges und ausgedientes loszulassen schafft nicht nur äußerlich Ordnung, sondern auch Klarheit in uns selbst.

    Würdest du dich auch gerne leichter, befreiter und glücklicher fühlen? Wünscht dir mehr Zeit für dich und die Dinge die du gerne tun möchtest? Du hast so viel inneren und äußeren Ballast um dich herum, dass du gar nicht so recht weißt, wie und wo du überhaupt beginnen sollst?  Dann hol dir meine Unterstützung ins Boot. Ich helfe dir deinen inneren und äußeren Ballast loszulassen, für ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben in Balance.

    Werde zur Gestalterin deines Lebens.

    Herzlichst, Alexandra

    Weitere Impulse zum Thema „Erfolgreich Loslassen“ gibt es hier: http://neuaufgestellt.de/blog/zwei-tipps-um-unliebsamen-ballast-zu-verhindern/

    Foto: Christian Fregan – unsplash

     

     

  • 1 comment

    Liebe Alexandra, ich liebe den Satz: "Wer frei sein will, kommt um's Loslassen nicht herum." So einfach, so tiefgehend, so wahr. Toller Artikel! Ganz herzliche Grüße, Angelika

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