Entspannter sein mit sich selbst und mit anderen. Achtsamkeit lernen

Drei entscheidende Tipps wie du aus dem ewig nervigen Sonntags-Hamsterrad rauskommst

Und immer wieder Sonntags, dass gleiche Spiel….

Sonntag morgen, herrlich, denkst du. Wochenende, endlich mal Ausschlafen, im Bademantel frühstücken. Ein bißchen rumtrödeln.
Seinen Gedanken nachhängen. Vielleicht ein gutes Buch lesen. Einfach mal nichts tun. Aus dem Fenstern schauen und die Wolken am Himmel beobachten. hmmmm, herrlich ….einfach mal Zeit nur für dich selbst.

Wenn da nicht noch die anderen wären.

Sonntag. Der klischeehafte Familientag. Mit rumtrödeln und seinen Gedanken freien Lauf lassen, wird das erst mal nichts.

Schon beim Frühstückstisch kommen die ersten Vorschläge und Diskussionen auf.
Was tun an diesem schönen Sonntag? Was steht an, an diesem berühmt berüchtigten Familientag?
Ausflüge, Schaufensterbummel, Veranstaltungen bis haste nicht gesehen.

Innerlich bist du schon leicht angenervt. Weder hast du Lust auf einen Ausflug oder eine Massenveranstaltung, noch willst du dir die Nase an irgendwelchen Schaufenstern plattdrücken. Geschweige denn in irgendwelchen überfüllten Restaurants oder Cafés  auf einen freien Platz warten….

Deine vollgepackte Woche ist um. Du hattest wenig bis gar keine Zeit für dich und nun naht schon das nächste Programm, an dem du definitiv wieder nicht im Vordergrund stehen wirst….

Manchmal wird es Zeit zum handeln, bevor das Fass überläuft.

Ganz ehrlich, wie oft hattest du dir schon vorgenommen, den herkömmlichen nervigen Familiensonntag zu bestreiken und dir deine persönliche Auszeit zu nehmen?!

Wie oft hattest du die Idee, dir etwas zu gönnen, aber es haperte schließlich an der Umsetzung, weil sich doch wieder andere Dinge in den Vordergrund drängten oder dein Harmoniebedürfnis gegenüber anderen es nicht zuließ?

Um Dinge ins Rollen zu bringen brauchen wir einen Plan

Damit sich etwas ändert in unserem Leben, brauchen wir erstmal einen Plan, eine Motivation und eine Hilfestellung um auch dranzubleiben.

Es nützt dir nichts, zu wissen, dass dein Akku dringend aufgefüllt werden muss und du die persönliche Auszeit brauchst.

Es brauchst jetzt einen konkreten Plan um das Vorhaben auch durchzuziehen.

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3 wesentliche Tipps für einen entspannteren und schöneren Sonntag.

# 1. Tipp: Nachhaltige Veränderung beginnt mit kleinen Schritten

Immer wenn wir etwas Neues in unserem Leben beginnen oder etwas nachhaltig verändern wollen, ist es gut in kleinen Schritten vorzugehen.

Lege nicht sofort den Schalter um und ziehe dich den kompletten Sonntag raus, sondern beginne Schritt für Schritt vorzugehen.
Aus unserer Erfahrung wissen wir z. B. vom Sport, aus Diäten oder auch anderen Dingen, die wir neu beginnen, das es hier auf die Nachhaltigkeit ankommt.
Also lieber in kleinen Dosen anfangen sein Leben nachhaltig zu verändern, als mit einem Schlag alles komplett umzustellen und hinterher den berühmten Jojo-Effekt zu erleben und einzuknicken.

Dann überlässt du nämlich wieder anderen Dingen den Vorzug, nimmst dich selbst nicht mehr so wichtig und schon bist du wieder im berühmten Hamsterrad, an dem du wieder die Animation der kompletten Familie übernimmst. Willst du das wirklich?

Kleine Schritte, große Wirkung.

Fang also an dir in der Anfangsphase nur stundenweise oder häppchenweise deine neue Auszeit zu gönnen!

Nimm dir nicht zu viel auf einmal vor!
Nimm dir für die erste Woche bzw. den ersten Sonntag nur zwei Stunden vor.
Was ist deine Lieblingszeit? Eine günstige Zeit ist meiner Erfahrung nach von 10:00 – 12:00 Uhr.
Du kannst noch gemeinsam mit der Familie frühstücken und anschließend nimmst du dich für die nächsten zwei Stunden raus.

In der nächsten Woche, machst du das Gleiche noch mal für zwei Stunden.
In der 3. Woche erhöhst du die Dosis auf vier Stunden.
In der 6. Woche steigerst du dich auf sechs Stunden Auszeit.
Und in der 9. Woche kannst du dir dann, wenn du möchtest einen ganzen Tag Auszeit gönnen.

Stell dir das mal vor, ein ganzer Tag nur für dich.

Alles braucht seine Zeit.

Falls dir das jetzt alles zu schnell geht, bleibst du die ersten vier Wochen bei den zwei Stunden, und erhöhst dann in deinem ganz eigenen Tempo.

Ich bin mir sicher, wenn du erstmal von dem Honig gekostet hast, wieder „selbständig nur du zu sein“  und diese Selbstwirksamkeit erfahren durftest, wirst du die Dosis deiner Auszeiten schnell steigern.

# 2. Tipp: Gute Planung ist alles.

Da du ja sonst auch deinen Alltag, Familie, Job, Haushalt, Termine, etc. gut planen musst, damit alles wie am Schnürchen läuft schlag ich vor, dass du dir diesen Termin außer Haus planst.

Wie oft habe ich es erlebt, dass ich meiner Familie zwar gesagt habe, dass ich die nächsten zwei Stunden nicht zu sprechen bin, aber das hat in der Regel niemand angehalten. Zwar hatte ich die Tür zum Arbeitszimmer wohlweislich mit einem Hinweisschild „Bitte nicht stören“ sichtbar versehen, aber meistens klopfte mein Sohn, „Mama, darf ich mal ganz kurz stören, ich hab da nur mal ne klitze kleine Frage…
Tja, wer kann da schon Nein sagen;-))

oder

Ich war zwar alleine zu Hause und hättest theoretisch die  „Nur für Mich“ Zeit nutzen können, aber da war ja u. a. noch der Geschirrspüler, der regelrecht wartete darauf von mir ausgeräumt zu werden. Oder mal eben die Wäsche in den Trockner umräumen und die nächste Waschmaschine anstellen. Geht ja auch ganz schnell….ein bisschen hier, ein bisschen dort und überhaupt…..und sowieso….

Schwuppdiwupp schon wieder drin im Hamsterrad.

und schon sind deine persönlichen zwei Stunden nur mit dir rum!
Einfach weg!
Draufgegangen für alles mögliche, was man zwischendurch noch so erledigen müsste, könnte, sollte, aber eben nicht, um wertvolle Zeit nur mit sich selbst zu verbringen.

Führe dich nicht in Versuchung, sondern setze Prioritäten.

Um also erst gar nicht in Versuchung zu kommen, allem anderen den Vorzug zu geben, musst du für dich Prioritäten setzen und raus aus deiner persönlichen Umgebung.
Warum kann man wohl in einem Urlaub, fern ab von zu Hause, so gut entspannen? Genau, weil man gar nicht erst in die Versuchung kommt, mal schnell hier noch und da noch ein bisschen zu müssen und zu tun.

Also, nichts wie raus aus Deiner gewohnten Umgebung.

Somit stehst du deiner Familie und deiner gewohnten Umgebung für die nächsten zwei Stunden nicht zur Verfügung!

Wie auch immer du deine zwei Stunden „Ich tue mir etwas Gutes Zeit“ für dich nutzen möchtest, ein Buch kannst du z.B. überall hin mitnehmen, das lässt sich sowohl auf einer Bank, im Café, oder auch notfalls im Auto lesen…

Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Ich bin am Anfang oft auf meinen Lieblingshausberg gefahren. Die zwanzig Minuten Autofahrt dorthin war schon Entspannung pur, meine Lieblingsmusik im Gepäck und ab ging die Post.
Oben angekommen konnte ich meistens einen sagenhaften Weitblick bis nach Frankfurt genießen, aufatmen, wunderbare blühende Wiesen und Felder erblicken, beim spazieren gehen neue Gerüche wahrnehmen. Kraft und Energie tanken, oder meinen Blick in die Ferne schweifen lassen und meinen Akku wieder auffüllen.
Zu Hause angekommen, hatte ich oft das Gefühl, ich hätte mir einen ganzen Tag Auszeit genommen.

Vielleicht ist die Natur ja auch für dich ein Energieauffüller?

# 3. Tipp: Dranbleiben in der Anfangsphase

Das könnte in meinen Augen zu einem echten Hindernis werden und deshalb heißt es gut darauf vorbereitet sein!

Wie oft haben wir Termine, die aufgrund irgendwelcher Umstände verschoben werden müssen.
Das ist im Normalfall nichts ungewöhnliches, da kommt es im allgemeinen Tagesgeschehen schon mal vor, dasd der Kindergarten z. B. unerwartet morgens wegen Läusealarm oder Streik geschlossen hat, und das obwohl du ein wichtiges Meeting hast, dass sich auf keinen Fall verschieben lässt.

Der berühmte Plan B.

Ich wette, daß du auf solche Eventualitäten vorbereitet bist und dafür schon einen Plan B in der Tasche hast.
Für wichtige Dinge haben wir bekanntlich immer einen Plan im Hinterkopf. ;-)

Also fang jetzt einfach mal an dich an erster Stelle zu setzen und dich wichtig zu nehmen.

Zieh deine „Ich tue mir etwas Gutes“ Zeit auf jeden Fall durch.

Dein Plan B wäre also in deinem Fall, wenn du deinen persönlichen Auszeit-Termin mit dir wegen einer anstehenden Feier, Krankheit oder ähnlichem verschieben musst, übertrag ihn unbedingt in die nächste Woche deines Kalenders.
Entweder hängst du die Zeit an deinen nächsten Termin „Ich tue mir etwas Gutes“ in der kommenden Woche hinten dran, oder du nimmst dir stattdessen noch einen Abend zusätzlich mit deinem persönlichen Zeitfenster.

Egal wie, bleib auf jeden Fall dran und hole den Termin in der kommenden Woche nach!

Fängst du erst einmal an nachlässig zu sein, wirst du das öfters tun!

Das ist vergleichbar wie mit einem neuen Hobby. Entscheidest du dich beispielsweise in ein Fitnessstudio zu gehen und setzt in der Anfangsphase immer mal aus,  wegen irgendwelcher Überschneidung von Terminen oder anderen Hindernissen, schleicht sich dein innerer Schweinehund ein, frei nach dem Motto „Ach komm schon, ist doch nicht so schlimm, wenn du heute mal nicht gehst!“
Treibst du jedoch regelmäßig Sport, spornt dich dein innerer Antreiber an
„Hey, komm, es ist wieder an der Zeit, Sport zu treiben.“
Das Beste daran, du freust dich schon darauf.

Bleib in der Anfangsphase unbedingt am Ball.

Du wirst innerlich merken, wie sehr dir diese selbständige freie Zeit unendlich kostbar wird.
Du wirst feststellen, wie viele positiven Energien dadurch bei dir freigesetzt werden. Sich mehr Wohlbefinden in Körper, Geist und Seele einstellt.
Du Dich insgesamt relaxter fühlst, weil du nun endlich etwas für dich tust und nicht nur immer alle anderen wichtiger nimmst.

Letzten Endes ist die ganze Familie viel entspannter, denn die Zeit der langweiligen, nervigen und nörgeligen Sonntage ist endlich Geschichte;-)
Und deinem Partner wird die Zeit des kreativen Machers, auch Spass bringen. Da du ihn ja sanft drauf vorbereitest, mit der zwei Stunden Anfangsauszeit, hat auch er genügend Zeit sich umzugewöhnen. ;-)

Endlich JA zu dir selbst.

Ach ja und lass dich nicht beirren, oder dir von anderen erzählen, du würdest ja nur an dich denken.
Viel eher ist es doch so, dass du jetzt endlich einmal JA sagst und zwar JA zu dir selbst sagst.

Sehnst du dich selbst auch nach mehr Leichtigkeit, innerer Ruhe, und Freude in deinem Leben? Möchtest du entspannt in Beziehungen mit anderen sein, aber trotzdem für dich selbst einstehen können? Auf sanfte Art und Weise.
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Ich wünsche dir von Herzen ein erfülltes Leben mit wunderbaren Beziehungen zu dir selbst und anderen.ღ

Alexandra Rosit-Hering

„Der kluge Weg sich selbst treu zu bleiben und frei zu sein, ist eine starke innere Mitte und eine gute Verbindung zu sich selbst.“