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In diesem Beitrag geht es um ein Gefühl, das viele kennen: Du hast dich schon viel mit dir selbst beschäftigt, deine Gedanken analysiert und verstehst eigentlich, woher deine Angst kommt. Du verstehst deine Angst – und trotzdem wird es nicht ruhiger in dir. Ich spreche darüber, warum reines Verstehen oft nicht ausreicht und was dir wirklich helfen kann, damit sich etwas in dir verändern kann und du wieder mehr innere Ruhe findest.

Andere Wege, um Ängste zu überwinden

Kennst du das, dass du eigentlich schon so viele Zusammenhänge zu deinen Herausforderungen erkannt hast – und dich trotzdem immer wieder in denselben Gedanken, Ängsten oder Sorgen wiederfindest?

Dass dein Kopf einfach nicht still wird.
 Du dich innerlich unruhig fühlst, obwohl im Außen vielleicht gerade gar nichts Dramatisches passiert.
Dass du genau weißt, dass dir diese Gedanken, mit denen du dich gerade beschäftigst nicht guttun – und trotzdem hörst du nicht auf zu grübeln?

Damit bist du nicht allein und vor allem: Mit dir ist nichts falsch.
Auch ich kenne genau dieses innere Erleben: 
„Ich verstehe es eigentlich – aber ich komme gerade trotzdem nicht raus, oder drehe mich immer wieder im Kreis.“

Angst verstehen, innere Ruhe finden und wieder mehr Leichtigkeit spüren.

Angst ist längst ein ständiger Begleiter vieler Menschen geworden.
Die vielen Kriege und all die damit verbundenen Auswirkungen.
Eine Demokratie, die auf dem Prüfstein steht.
 Klimakrise. Frauenfeindlichkeit. Künstliche Intelligenz und und und …
All die Geschehnisse, die tagtäglich passieren, öffentlich werden – und die vielen offenen Fragen, die bleiben.

Die Komplexität unserer modernen, schnelllebigen Welt und all die Unsicherheiten, die uns ständig begegnen – manchmal fühlt es sich so an, als wäre alles aus den Fugen geraten.

Und gleichzeitig zu sehen: War jemals in den letzten 50 oder 100 Jahren wirklich alles nur schön bunt und Glitzerkonfetti?
Nein – war es nicht, auch wenn es sich manchmal so anfühlt oder unser Kopf sich genau danach sehnt.

Früher war nicht alles besser. Nur anders.

Wenn du gerade mit Ängsten zu tun hast oder dir viele Sorgen machst: Sie müssen dich nicht weiter beherrschen.

Du kannst wieder lernen, dein Nervensystem zu beruhigen, statt dich weiter in Grübelschleifen zu verlieren und alles kontrollieren zu müssen oder zu wollen.

Ich möchte dir heute ein wenig von mir  und meinem Leben erzählen.
 Welche Ängste mich gerade wieder umgetrieben haben. Was mir hilft, nicht wieder handlungsunfähig in Angstspiralen zu versinken und festzusitzen und wie ich Schritt für Schritt wieder mehr Klarheit, Freude und Leichtigkeit in mein Leben einlade.

Im Klartext: wieder ein schöneres und erfüllteres Leben führe.

Gut zu wissen 💡: Unsere Gedanken sind trügerisch.

Bevor ich von meinen Ängsten erzähle, möchte ich dir etwas Wichtiges mitgeben:
 Glaube nicht alles, was du denkst.
Mein persönlicher Gamechanger, der mein Leben sehr viel leichter und entspannter gemacht hat.

Lange war mir nicht bewusst, wie trügerisch unsere Erinnerungen sind – bis ich selbst angefangen habe, genauer hinzuschauen.

Wenn wir etwas erleben und uns später daran erinnern, erinnern wir uns nicht an das, was wirklich in diesem Moment war, sondern an unsere Version davon.
 Es ist ein Erinnern an damals.

Unsere Wahrnehmung ist verzerrt.
 Details verändern sich. Manches wird größer, anderes kleiner.
 Manchmal lassen wir auch etwas weg oder dichten unbewusst etwas dazu (vielleicht bewusst um die Geschichte spannender zu halten, vielleicht aber auch unbewusst.)

In Studien wurde gezeigt, wie leicht sich unser Gehirn täuschen lässt.
Menschen waren überzeugt, sie hätten als Kind Dinge erlebt – wie zum Beispiel eine Fahrt im Heißluftballon.
Sie konnten alle möglichen Details dieses Erlebnisse beschreiben… und am Ende stellte sich heraus: Es ist nie passiert.

In einem anderen Beispiel wurden Menschen zum 11. September 2001 befragt. Der Tag, an dem die Flugzeuge damals in die Zwillingstürme in New York stürzten. Sie wurden gefragt, wo sie waren, was sie gemacht haben, mit wem sie gesprochen haben, …
Viele konnten sich ganz genau an diesen Tag erinnern. Sie waren sich absolut sicher, bis man ihre Aussagen später anhand von Tagebucheinträgen und Terminkalendern verglichen hat.  Dort zeigte, dass vieles davon so nie passiert ist.
Ist das nicht faszinierend?

Und gleichzeitig zu sehen – wie wahr sind dann unsere Gedanken, die wir tagtäglich denken und unsere Erinnerungen?
Denn Erinnerungen sind auch nur Gedanken.

Anhand dieser Beispiele können wir gut erkennen, wie unglaublich kreativ unser Gehirn ist.
Es kann sich Dinge so real vorstellen, dass sie sich echt anfühlen – in zwei Richtungen, in eine positive oder negative.
Unsere Gedanken können uns in Angst und Sorgen ziehen – oder in Richtung Ruhe, Vertrauen, Leichtigkeit und Zuversicht.

Glaub mir nichts – mach für dich selbst das Experiment.

Und nun zu meinen Ängsten und Sorgen…
Die Angst – da war sie wieder.
 Sie schwappte einfach über mich drüber…
Der anstehende Zahnarztbesuch. Scheibenkleister. Wäre es doch einfach schon vorbei.
Montagmorgen, 9 Uhr. Der Termin um 14 Uhr.
 Das hieß: noch fünf unendlich lange Stunden warten, bis es losging…
und mehr als sechs Stunden, bis ich es – hoffentlich – hinter mir hatte.

Zeit, die sich wie Kaugummi zog.

Dabei dachte ich, ich hätte diese Art von Angst schon längst hinter mir gelassen.
Doch da war sie wieder und nicht nur in diesem einen Lebensbereich.

In den letzten Wochen hatte sich einiges in meinem Leben verändert –
 und plötzlich klopften alte Ängste wieder an meine Tür.
Erst leise, dann immer lauter.

Angstgedanken, die sich zu ganzen Spiralen entwickelt haben.
 Angst vor Schmerz. Angst vor Krankheit. Angst vor Krieg. 
Angst vor diesen verrückten alten weißen Männern, die sich manchmal wie tickende Zeitbomben anfühlen.
 Angst vor Verlust. Vor Armut. Davor, verlassen zu werden.
 Und auch diese leise, bekannte Angst: nicht gut genug zu sein.
Irgendwann war da einfach nur noch: Angst.

Mein Gehirn lief auf Hochtouren. Es zeigte mir unaufhörlich das, was negativ und schwer war.
Erinnerungen, die sich mitunter schmerzhafter anfühlten, als sie vielleicht jemals waren.
 Alte Dramaszenarien, die plötzlich wieder ganz präsent waren.

Gut zu wissen 💡: Spiegelverzerrte Wahrnehmung

Was mir immer wieder hilft zu sehen: Wenn die Angst Überhand nimmt, sitze ich gedanklich im Keller – und von dort aus betrachte ich mein Leben, meine Beziehungen und die Welt.

Ich identifiziere mich in diesem Momenten mit meinen Gedanken und Gefühlen, doch in Wahrheit ist es nur eine spiegelverzerrte Wahrnehmung – nicht die Realität.

Unsere Gedanken machen unsere Gefühle von Moment zu Moment, oder anders gesagt: Wir fühlen unser Denken.

Tief in mir weiß ich:
Ich bin resilient. Ich bin und bleibe heil und ganz – egal, was war oder was kommt.
Ich weiß aus Erfahrung, dass ich schon so vieles überstanden habe.
 Manches vielleicht nicht sofort, aber irgendwann – oder ich habe einen neuen Umgang damit gefunden.

Wir leben im Raum des Nichtwissens.
Ich kann mir so vieles ausmalen, was passieren könnte – aber in diesem Moment weiß ich es nicht.

Und genau hier kann ich mich entscheiden, eher in Hoffnung und Zuversicht zu denken.
 Denn was wäre ein Leben ohne das?

Annehmen, auch wenn es schwerfällt.

Ich kann lernen, die Situation so anzunehmen, wie sie gerade ist – das heißt nicht, dass ich es gut finden muss.
Ich kann nicht kontrollieren, was passiert, aber meinen Blickwinkel verändern.
Lernen, liebevoll mit mir und meiner Angst oder Sorge umzugehen. Milde. Gütig. Freundlich.

Will ich die Angst unbedingt weghaben – wird sie oft nur größer.
Lasse ich sie da sein – wird es wieder leichter.

Manchmal nehme ich die Angst innerlich an die Hand und gehe in einen Dialog:
„Ich sehe dich.“
„Du darfst da sein.“
Ganz leise. Ganz ruhig.
So, wie ich mit einem Baby oder einem kleinen Welpen sprechen würde. Genau das verändert etwas in mir.

Stell dir vor, jemand ist ängstlich – und du würdest laut und streng mit ihm sprechen:
 „Jetzt stell dich nicht so an. Andere schaffen das auch.“
Was würde passieren?
Würde es leichter werden?
Wahrscheinlich nicht.

Sprichst du hingegen leise und sanft, beginnt sich etwas zu beruhigen und genau so dürfen wir auch mit uns selbst sein.

Gut zu wissen 💡: Deine biologische und psychologische Veranlagung verstehen

Ganz pragmatisch hat mir in den letzten Jahren geholfen mich weniger hilflos zu fühlen und den Umständen ausgeliefert zu sein –

Ein Verständnis zu entwickeln, von Biologie, Psychologie und Neurowissenschaft.

    • Wie unser Menschsein an sich funktioniert
    • Wie unser Gehirn funktioniert
    • Wie gesellschaftliche und politische Strukturen wirken
    • Wie Ängste von Generation zu Generation weitergegeben werden.

Und vor allem: mich selbst besser zu verstehen und meine eigene Biographie zu kennen. Das hat so viel Gutes in mein Leben gebracht. verändert.

Ich bewege mich heute freier und selbstbestimmter durch mein Leben.
 Bin unabhängiger von meinem Umfeld oder den Umständen.
 Meine Beziehungen sind entspannter geworden – und ich kann viel besser für mich einstehen (ohne Schuld- und Schamgefühl).

Gut zu wissen 💡: Es gibt immer mehrere Perspektiven

Auch wenn es sich manchmal nicht so anfühlt: Es gibt immer mehrere Perspektiven.

Sobald wir wieder aus diesem verzerrten Spiegellabyrinth auftauchen,
 können wir aufatmen und plötzlich wird es wieder weiter. Freier. Leichter.

Als ich innerlich wieder ruhiger wurde und an meinen Zahnarztbesuch dachte,
 kamen neue Gedanken auf:

Ich bin privilegiert, zum Zahnarzt gehen zu können.
 Schon irgendwie auch cool.
Es ist meine Entscheidung, meine Zähne so lange wie möglich gut zu erhalten.
Im Moment erscheint es mir sinnvoll, diesen Termin wahrzunehmen.
Außerdem kann ich jederzeit Stopp sagen, selbst mitten in der Behandlung.
Ich kann zwischendurch Pausen machen. Ich habe eine Wahl.
Ich weiß, dass ich eine kompetente Person an meiner Seite habe, die ihr Bestes gibt.

Und ich weiß: Das Leben ist nun mal ein Spiel – Mit Höhen und Tiefen. Mit Wellen. Mit Phasen.
Manchmal bin ich oben – manchmal unten. Manchmal in der Mitte. Aber noch bin ich mittendrin in dem Spiel namens Leben.
Und egal, was kommt, kann ich immer wieder versuchen, das Beste daraus zu machen –
 um mir ein Leben zu gestalten, das sich für mich stimmig anfühlt. Mich inspiriert und erfüllt.

Das war’s für heute. Vielleicht war genau der richtige Impuls für dich dabei, den du heute gebraucht hast.

Leichter leben ist möglich – auch für dich.

Herzlichst, Alexandra

Wenn du das Gefühl hast, dass dein Leben eigentlich viel zu kostbar ist, um weiterhin

      • dich anzupassen und es allen recht zu machen,
      • dich von alten Mustern ausbremsen oder antreiben zu lassen,
      • oder im Moment nicht weißt, wie du mit einer Situation am besten umgehen soll

dann lass uns gemeinsam schauen, wie du dich innerlich neu ausrichten kannst.

Für ein Leben, das dich wirklich berührt, nährt, inspiriert und erfüllt.
Ein Leben, in dem du mit mehr Klarheit, Vertrauen und Leichtigkeit deinen eigenen Weg gehst – ehrlich, echt und stimmig mit dir.

Glücklicher und entspannter zu leben ist möglich – auch für dich. 🌿

Ich arbeite ganz unkompliziert online oder telefonisch – und auf Wunsch auch in einem persönlichen VIP Retreat.

Wenn du spürst, dass es Zeit ist, den ersten Schritt zu gehen, dann buch dir hier dein unverbindliches Klarheitsgespräch.

Alexandra Rosit-Hering Neuausrichtungsmentorin für mehr Klarheit & innere Balance im Leben

Frage: Warum hilft Verstehen allein oft nicht weiter?
Antwort: Weil der Verstand zwar Zusammenhänge erkennen kann, dein Nervensystem aber nicht automatisch in Ruhe geht. Innere Sicherheit entsteht nicht nur durch Einsicht.

Frage: Warum komme ich trotz Klarheit nicht zur Ruhe?
Antwort: Oft liegt die Ursache nicht im Denken, sondern in tieferen emotionalen oder körperlichen Reaktionsmustern, die weiter aktiv bleiben.

Frage: Was hilft wirklich bei innerer Unruhe?
Antwort: Nicht noch mehr Analyse, sondern ein anderer, sanfter Umgang mit dir selbst, der dein System wieder in Sicherheit bringt und Entlastung ermöglicht.

Frage: Ist es normal, sich trotz viel Reflexion noch unruhig zu fühlen?
Antwort: Ja. Viele Menschen verstehen ihre Themen sehr gut, spüren aber trotzdem weiterhin Stress oder innere Unruhe, weil der Körper langsamer verarbeitet als der Kopf.

Frage: Wann ist ein Gespräch sinnvoll?
Antwort: Wenn du merkst, dass du allein im Denken bleibst und dir Klarheit, Entlastung und eine neue Perspektive von außen wünschst.
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Weitere Impulse für mehr innere Klarheit und Leichtigkeit

Wenn du noch tiefer in einzelne Themen eintauchen möchtest, findest du hier weitere Impulse aus meinem Podcast und Blog.

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