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“Das werde ich ihm / ihr nie verzeihen!” Diesen Satz höre ich öfters in meinen Coaching Sitzungen von Frauen die z. B. von ihren Partner betrogen worden sind oder keine schöne Kindheit hatten.
Die Wut und Enttäuschung, die unter dieser Aussage sitzt, ist immer noch deutlich spürbar, als wäre dieser Vorfall eben gerade erst passiert.
Dabei liegen diese unschönen Geschichten oft schon einige Zeit zurück.

„Wer anderen nicht verzeiht, schadet in erster Linie sich selbst.“

Alte Verletzungen, Groll und Hass ist ein schwerer Ballast den wir mit uns rumschleppen. Den Klienten ist oft gar nicht bewusst, was sie mit ihrem Nichtverzeihen und Festhalten der alten Verletzung an Lebensqualität einbüßen. Durch das ständig wiederholte Aufwärmen der alten Geschichte, begeben sie sich immer wieder in dieselbe Situation.
Wie in einer Endlosschleife. Dadurch können aber alte Wunden nicht verheilen und brechen immer wieder von neuem auf.

„The same procedure as every time.“

Die Entscheidung liegt heute bei  dir.

Auch wenn uns andere Personen in der Vergangenheit verletzt haben, werden wir das, was passiert ist, nicht mehr rückgängig oder gar ungeschehen machen können.
Die Vergangenheit ist passiert und vorbei, aber wie wir heute damit umgehen, entscheiden wir selbst.
Jeder für sich!
Ab dem Zeitpunkt, wo uns bewusst wird, dass die Situation von damals sich nicht mehr verändern lässt, aber wir heute sehr wohl Einfluss auf unsere Gefühle und Gedanken haben, können wir uns für ein aktives Umdenken in eine positive Richtung entscheiden.

Verdrängung ist keine (Er) Lösung.

In der Regel versuchen wir unangenehme Situationen lieber erst einmal zu verdrängen und zu vermeiden. Aber auch wenn unser Verdrängungsmechanismus aktiviert ist, die unterdrückten Gefühle schwingen trotzdem unbewusst weiter. Ob wir wollen oder nicht.
Im Aussen zeigen sich unsere unterdrückten Gefühle oftmals als scharfe Selbstkritik oder ständiges Kritisieren anderen gegenüber. Auch anhaltende Gereiztheit oder Aggressionen können ein Grund sein für unterdrückte Gefühle.
Manche versuchen ihre verletzten Gefühle mit unkontrolliertem Essen, zu viel Alkoholgenuss oder ständigem Shopping zu heilen. Andere neigen zu übertriebener Aufopferung und Harmoniesucht.
Wie sich letztendlich unterdrückte Gefühle im Außen widerspiegeln, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Fakt ist: Verdrängung nützt leider nichts!

Annahme und Akzeptanz bringt Leichtigkeit und macht frei.

Wer sich nach Selbstbestimmung, Entspannung und Glück in seinem Leben sehnt, muss bereit sein, sein Schicksal wieder in die eigenen Hände zu nehmen. Annehmen und akzeptieren, statt Verdrängung, ist der erste Schritt in ein glückliches und erfülltes Leben. Ballast loslassen bringt Leichtigkeit und macht frei.

Drei Tipps für erfolgreiches Loslassen:

1. Gib Deinen unterdrückten Gefühlen eine Stimme.

Gib Deinen unterdrückten Gefühlen eine Stimme.
Nimm deine Wut oder welches Gefühl es auch immer bei dir ist und geb ihm eine Stimme.
Schrei dir deine unterdrückten Gefühle aus der Seele.

Wem lautes Schreien zu Hause peinlich oder unangenehm ist:
kann sich zum schreien auch in sein Auto setzen.
oder an einen Ort fahren, wo keine Menschenseele ist.
Auch zu lauter Musik (Hardrock oder Heavy Metall Musik eignet sich bestens dazu 😉 lässt sich gut schreien.
Alternativ stellt man sich in die Nähe (Achtung nicht zu nah!) eines fahrenden ICE`S
Schreien ist wahnsinnig befreiend.

Achtung Achtsamkeits-Hinweis: Nicht zu lange schreien um die Stimmbänder nicht zu sehr zu beanspruchen.
Evtl. Ohren zu halten wegen der Lautstärke. 😉

2. Möglichkeit zum Loslassen des alten Ballast:

Trommeln was das Zeug hält!

Nimm dir ein großes Kissen. Je größer, desto besser.
Versetz dich kurz in die alte Situation, wo du verletzt worden bist. Sobald die Gefühle hochkommen, nimmst du deine Fäuste und trommelst bzw. schlägst auf das Kissen ein.
Alle unterdrückten Gefühle dürfen jetzt endlich mal aktiv ausgelebt werden.
Yeah! Ein herrlicher Befreiungsschlag. 😉

3. Möglichkeit zum Loslassen des alten Ballast:

Schreib dir alles von der Seele!

Schreib alles nieder, was dich bedrückt und beschäftigt. Lass deinen Gefühlen freien Lauf und schreibe ungefiltert auf was dich bewegt.
Lass dir solange Zeit beim schreiben, bis du das Gefühl hast, es wird spürbar leichter. Wenn du fertig bist, schickst du den Brief nicht ab!
Nein, du wirfst ihn weg oder verbrennst ihn.
 Mein persönlicher Tipp, verbrennen!
Mach ein Feuerritual daraus, seh wie sich deine geschriebenen Zeilen langsam in Asche verwandeln. Wenn du möchtest, kannst du zum Schluss noch die zurückgebliebene Asche in die Winde verstreuen.

Annehmen ist der erste Schritt.

Egal was auch immer wir tun, um unsere unterdrückten Gefühle herauszulassen, wie z. B. durch „Schreien“ , „Trommeln“ oder „von der Seele schreiben“, wichtig ist, das wir überhaupt etwas tun.
Denn nur durch das Annehmen der alten Verletzung und durch das Freilegen der Gefühle, hat die Wunde auch die Möglichkeit endlich zu heilen.

Loslassen bringt Leichtigkeit und macht frei.

Wer stattdessen Jahre lang mit seinem Schicksal hadert, begibt sich in die sogenannte Opferrolle. Er lässt mit sich machen! Fühlt sich fremdbestimmt! Schleppt oft unbewusst eine ganze Menge Ballast mit sich rum, der sich früher oder später auch auf seelischer oder körperlicher Ebene bemerkbar macht.

Die Kunst zu verzeihen und wieder Regisseur des eigenen Lebens werden.

Den alten Ballast loszulassen ist eine Möglichkeit wieder bewusst aus der sogenannten Opferrolle auszusteigen. Durch aktives Handeln übernehmen wir wieder die Kontrolle über unsere Gedanken und Gefühle. Wir können endlich wieder zum Regisseur oder Architekt unseres eigenen Lebens werden.
Wir haben es in der Hand, unser Leben so zu gestalten, wie es uns gefällt.
Die Entscheidung liegt immer bei uns.
Wir entscheiden heute, morgen, nächste Woche, nächstes Jahr, …
Wichtig ist sich bewusst zu machen, wir haben nur dieses eine Leben.

Lebst du schon das Leben  nach deinen Wünschen und Vorstellungen? Selbstbestimmt und erfüllt? Entspannt und glücklich? Oder trägst du noch einen schweren Rucksack mit altem Ballast mit dir rum? Hängst fest in alten Mustern und Verstrickungen? Sagst ständig JA, obwohl Du NEIN meinst?
Möchtest Du endlich zum Regisseur deines eigenes Lebens werden? Frei sein von abhängigen Beziehungen? Dann sollten wir uns unbedingt kennenlernen:
https://www.neuaufgestellt.de/kontakt/

Geniesse ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben in Balance,
Alexandra Rosit-Hering

Foto: unsplash – myles-tan-91630