
In dieser Folge geht es darum, wie du aus Grübelschleifen aussteigen kannst – egal ob es um eine berufliche oder private Herausforderung geht –
und wie du neue neuronale Bahnen trainierst, die dir helfen Schritt für Schritt mehr in die Ruhe und in die Leichtigkeit zu kommen und wieder mehr innere Freiheit zu spüren.
Vielleicht erkennst du dich in meiner eigenen Geschichte wieder – und spürst, dass auch für dich neue Wege offen stehen.
Ich wünsch dir viele neue Impulse und Aha-Momente und vor allem ein erholsames Zuhören. Los gehts…
Entspannt hören:
Lieber lesen:
Vielleicht kennst du das auch, von deinem Job: Ein Kunde äußert Kritik, ein Mitarbeiter reagiert kühl oder ein Lieferant hält seine Zusage nicht ein – und schon rattert dein Kopfkino los.
„War ich nicht klar genug? Hab ich etwas übersehen? Was denkt die oder der jetzt gerade über mich?“
Vielleicht passiert es aber auch im privaten Bereich: Dein Partner, deine Mutter, dein Vater, dein Kind oder eine Freundin sagt einen Satz – und du trägst ihn noch Stunden oder sogar Tage in dir herum.
Immer wieder spielst du die Situation durch, analysierst jedes Detail und suchst nach Fehlern.
Nach außen wirkst du souverän und stark. Doch innerlich bist du mächtig erschöpft von diesem ständigen Denken, von Selbstzweifeln und dem Gefühl, es ist nie genug.
Warum dein Gehirn so reagiert
Vielleicht fragst du dich ja: Warum ziehe ich mir das eigentlich immer wieder rein – obwohl ich doch weiß, dass es mir nicht guttut?
Und die Antwort ist erstaunlich einfach: Unser Gehirn liebt Gewohnheiten.
Es spart Energie, denn es will energieeffizient arbeiten.
Und es spart Energie, indem es dieselben Wege geht – wie eine Autobahn, die immer wieder befahren wird.
Selbst wenn dieser Weg dich in Stress, Grübeln oder Selbstkritik führt, der Weg fühlt sich trotzdem vertraut an und damit „sicher“.
Klingt vielleicht erstmal blöd, aber die gute Nachricht ist: Dein Gehirn ist veränderbar.
Neuroplastizität bedeutet, dass du jederzeit neue Verbindungen anlegen kannst.
Und erst wirken sie vielleicht wie ein Trampelpfad, doch je öfter du sie gehst, desto stabiler werden sie.
👉 Genau hier beginnt das Training neuer neuronaler Bahnen: Es geht nicht darum, Gedanken wegzudrücken – sondern deinem süßen wunderbaren Gehirn neue Möglichkeiten anzubieten.
Die Monkey minds im Kopf.
Mein Gehirn kommt mir immer mehr ein bisschen so vor wie ein Monkey Mind Gehirn. Als wäre eine wilde Affenbande in meinem Kopf, die eine Menge Lärm veranstaltet und mich in alle Richtungen hin und her schiebt und das in einer Affengeschwindigkeit.
Ohne Logik, ohne Plan, hin und her, vor zurück, von rechts links und links, nach oben, nach unten, kreuz und quer.
Das Gute ist, dass ich die Affenbande schon so oft durchschaut habe, – ich fall zwar auch immer wieder rein – was völlig menschlich und normal ist –
aber ich durchschaue auch immer wieder auf`s Neue das da einfach sehr viel Gedankenlärm ist.
Aufgrund meiner Erfahrungswerte weiß ich:
Ich muss nicht alles glauben, was ich gerade denke.
Denn fühle ich Angst, Sorge oder Dringlichkeit – dann weiß ich, es ist nicht die Wahrheit – sondern ich fühle lediglich einfach nur mein Denken in diesem Moment. Denke ich ängstliche Gedanken, fühle ich Angst in meinem Körper. Habe ich sorgenvolle Gedanken, spüre ich diese Sorgen in meinem Körper, oder Dringlichkeit.
Genau da liegt die Freiheit: Zu erkennen – wir sind nicht mehr ständig hilflos unseren Gedankenstürmen ausgeliefert – unsere Affenbande im Kopf- und wir müssen auch nicht mehr auf jeden Gedanken reagieren, der da so kommt.
Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen kleinen Zwischenraum namens Bewusstsein. Sich bewusst werden, was geht da gerade vor sich.
Dranbleiben trotz Kopfkino
Ich bin gerade mal wieder in einer Experimierphase: wo ich Schritt für Schritte etwas Neues im Spiel des Lebens ausprobieren will, um meine neuronalen Verbindungen zu trainieren und Gehirnjogging zu machen, um mein ganzes System zu erweitern.
Sprich „Raus aus dem Gewohnten – Rein in neue Erfahrungen und am Ball bleiben zu können“ – also dranzubleiben trotz dem ganzen Kopfkino.
Dazu ein kleines Erlebnis …
Neulich hatten wir zum zweiten Mal VIP Karten für ein Eishockey-Spiel in Frankfurt.
Was für den ein oder anderen wahrscheinlich nichts besonders ist – ist für mein Gehirn eher aufregend.
Man könnte auch einfach sagen: Reizüberflutung pur.
Das Gute war, ich wusste schon vom letzten Besuch, was mich ungefähr erwarten würde – aber es gab auch ein paar nicht unerhebliche Neuheiten.
Neben dem Stadion war gleichzeitig ein bekanntes Volksfest. Sprich Menschenmengen, verschiedenste laute Musik, viele Karussells, grelle Lichter, intensive Gerüche.
Und schon Stunden vor Abfahrt meldete sich mein Bauch mit Grummeln und Unwohlsein.
Mein Kopf legte sofort nach: „Oh, willst du das jetzt wirklich. Sag lieber ab. Schau mal, das wird dir doch alles zu viel. Und guck doch mal wie dein Körper reagiert.“
Früher hätte ich genau das getan. Ich hätte geglaubt, was da gerade vor sich geht und und das wäre der Grund gewesen abzusagen – aber nicht, weil ich es wirklich wollte sondern einfach nur, weil ich meinem Denken geglaubt hätte: Ich schaff das nicht und nicht nur das – zusätzlich saß ich dann zu Hause – und dann ging die ganze Selbstkritik los: „Oh du bist immer so empfindlich. Kannst du das nicht mal ändern. Andere machen doch da auch kein Ding draus. Kannst du nicht mal ein bisschen mehr wie andere sein. Mit dir stimmt doch was nicht.“
Heute lass ich mich genau von diesen Stimmen nicht mehr verunsichern – ich weiß, ich bin vollkommen okay – auch wenn ich zu Hause bleibe – aber dann ohne schlechtes Gewissen.
Diesmal war klar, ich wollte eine neue Stufe von Außenreizen ausprobieren. Einfach mal zu schauen, wie gehe ich um, mit noch mehr Lärm als beim letzten Mal, mit noch mehr Gerüchen und Menschenansammlungen.
Und gleichzeitig wollte ich meinem Gehirn signalisieren: „Hey, Wir sind sicher. Ich probiere einfach nur mal was Neues aus – aber wir sind sicher.“
Kleine Schritte statt großer Flucht
Im Auto startete das gewohnte Kopfkino schon nach wenigen Kilometern: „Das war ein Fehler. Tue es nicht. Steig lieber aus. Lass dich zurückfahren.“
Doch ich blieb.
Ich ließ meine Gedanken einfach hin und her switchen und ging nicht darauf ein.
Ich setzte meine Kopfhörer auf, suchte mir ein Hörbuch raus – und schon nach kurzer Zeit war ich mittendrin in der Geschichte und musste sogar lachen und schmunzeln.
Mein Bauch entspannte sich, mein Kopf wurde leiser. Mein ganzes System regulierte sich.
Aber es ging ja noch weiter…
Die Anfahrt von über einer Stunde war schon mal gut überstanden und dann empfing uns die Grossstadt Frankfurt, mit Freitag Feierabend Verkehr, mit Stau, roten Ampeln und einem Parkplatz mitten vis a vie bei dem Volksfest.
Ich roch Zuckerwatte, gebrannte Mandeln, altes Frittierfett, ich hörte Lärm unterschiedlichster Art und ich sah bunte grelle Lichter und viele Karusselle – ein Angriff auf all meine Sinne.
Und natürlich mein Kopfkino fing sofort wieder an: „Wärst du doch nur zu Hause geblieben!“
Aber ich blieb.
Schritt für Schritt ging ich über den vollen Parkplatz, an den Menschenmassen vorbei, zum Eingang. Eintrittsbändchen holen, Getränk holen, Toilette gehen, Brezel kaufen und dann saß ich in der Halle auf meinem Platz.
Mein Bauch war ruhig. Meine Gedanken besänftigt.
Und ich dachte einfach nur: Wow. Ich bin wieder mal drüber hinweggekommen – trotz allem.
Und nicht, weil alles super perfekt lief – sondern weil ich meine Gewohnheitsmuster hinterfrage und neues ausprobieren will.
Als ich da so in der Halle saß, fiel mir noch etwas auf:
Es ist nicht die Halle, nicht das Volksfest, nicht der Stau, oder was auch immer, was mich nervös macht, was mich stresst – es sind lediglich meine Gedanken darüber. Und das ist eigentlich das Beste an dieser ganzen Geschichte, was auch du für dich mitnehmen kannst:
Kein Umstand, kein Mensch, keine Situation kann uns dauerhaft kleinhalten.
Es ist immer nur unser Denken darüber.
Wir fühlen nie die Umstände selbst – sondern immer nur unser Denken von Moment zu Moment.
Die äußeren Auslöser – die Muster dahinter
Und vielleicht ist es bei dir gar nicht die große Veranstaltung mit Lärm, grellen Lichtern, Menschenansammlungen und irgendwelchen Gerüchen. Vielleicht fühlst du dich da sogar richtig wohl, aber dafür gibt es etwas anderes, dass dich immer wieder herausfordert: ein schwieriges Gespräch, ein unberechenbarer Kunde, die Stille nach einer E-Mail, wo du auf die Antwort wartest.
Die äußeren Auslöser mögen unterschiedlich aussehen – das Muster dahinter bleibt gleich: Der Kopf springt an, analysiert, zweifelt und hält fest.
Um aus diesen Mustern auszusteigen zu können, kann es dir helfen, dir selbst ein paar ehrliche Fragen zu stellen.
Nicht, um dich noch mehr zu analysieren – sondern einfach um ein wenig Licht auf deine blinden Flecken zu werfen.
Stell dir die nachfolgenden Fragen wie kleine Wegweiser vor, die dir zeigen, wo deine alten Autobahnen verlaufen – und wo ein neuer Trampelpfad beginnen könnte.
5 Reflexionsfragen, die dir helfen können, Licht ins Dunkle zu bringen.
- Welche Gedanken tauchen bei immer wieder bei dir auf – egal ob es im Job ist oder im privaten Bereich?
- Wo passst du dich so sehr an, dass du dich selbst dabei verlierst? Also, wo sagst du Ja, obwohl du eigentlich ein Nein spürst?
- Was glaubst du über dich, wenn jemand dich kritisiert oder nicht reagiert?
- Welche kleine Entscheidung könntest du heute treffen, die dir mir mehr Freiheit gibt? Und sei sie noch so klitze klein.
- Was wäre, wenn alles möglich wäre – wie würde du dann Beziehungen gestalten wollen?
Diese Fragen sind kein Test, den du bestehen kannst oder musst. Sie sind einfach nur Einladungen, dir selbst zu begegnen, dich selbst besser zu verstehen – und vielleicht erste kleine neue Schritte zu gehen.
Neue Schritte zu gehen auf dem Trampelpfad.
Denn Veränderung beginnt oft nicht mit einem großen Knall, sondern mit feinen, kleinen, ehrlichen Momenten der eigenen inneren Klarheit.
Mary Poppins hat wohl mal gesagt „Alles ist möglich – sogar das Unmögliche.“ (Vielleicht kennst du den Film, oder das Buch)
Und was wäre, wenn das möglich ist?! Es aber eben nicht immer erst perfekt sein muss.
Wir müssen nicht erst angstfrei sein oder perfekt, denn wir sind auch Mensch.
Was wäre, wenn es einfach reicht, einen kleinen, neuen Schritt zu wagen.
Wir können das Wetter nicht ändern, das Wetter ist wie es ist – aber wir können lernen die Stürme des Lebens und die Herausforderungen eleganter und mit mehr Freude zu meistern.
Ich hoffe, da war auch der ein oder Impuls auch für dich dabei – dass du ein wenig mehr Klarheit hast, was hinter den Kulissen die ganze Zeit am wirken ist – was dich zu Höchstleistungen antreibt oder gar klein hält, oder ausbremst.
Glücklicher sein ist möglich, auch für dich!
Wünscht du dir weniger Stress und Anstrengung in deinem Leben – dafür mehr Leichtigkeit und Freude? Entspanntere Beziehungen?
Hast du ein Wunsch oder ein Ziel, dass du gerne erreichen möchtest?
Möchtest du Altes ausgedientes, was dich ausbremst oder blockiert endlich loslassen und neue Wege gehen – dann lass uns zusammen schauen, was dich jetzt noch daran hindert, dass Leben zu führen, dass dich wirklich von Herzen inspiriert und erfüllt.
Du kannst direkt dein Klarheitsgespräch mit mir vereinbaren.
Ich arbeite übrigens ganz entspannt telefonisch oder online – egal wo auch immer du dich gerade befindest – wir können unkompliziert und stressfrei zusammen kommen. Ich freue mich dich kennenzulernen.

Alexandra Rosit-Hering Neuausrichtungsmentorin für mehr Klarheit & innere Balance in Ihrem Leben
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