Schmerzhafte Erfahrung loslassen.

Für einen kurzen Augenblick mit den Gedanken woanders gewesen, einfach zu viele Dinge gleichzeitig, oder To-do`s im Kopf und schwuppdiwupp schon ist es passiert…

Du knickst um, stolperst oder fällst irgendwie ungeschickt hin.

Die Nachwirkungen, wenn man mit der Aufmerksamkeit nicht so ganz bei der Sache gewesen ist, können auf jeden Fall manchmal sehr schmerzhaft sein.

Und jeder, der schon einmal mit Schmerzen zu tun hatte, weiß wie schwierig es ist, aus einem schmerzvollen Zustand oder negativen Gedankenkarussell wieder heraus zu finden.

Loszulassen.
Loslassen, wenn es doch so verdammt wehtut.
Loslassen, wenn es pocht, zwickt, sticht oder brennt.
Loslassen, wenn der Ärger oder die Wut über sich selbst groß ist.

Lange Zeit war ich in auch diesem Hamsterrad gefangen, wenn mir ein solches Missgeschick passiert war. Hilflos erlegen dem Schmerz und dem Selbstkritiker, der in diesen Situationen oft besonders laut und nicht sehr liebevoll mit uns spricht.
Es geht auch anders. Besser. Leichter. Friedlicher.

Kontrolle übernehmen: über schmerzhafte Zustände und den inneren Selbstkritiker.

Geplant war neulich ein Besuch im Fahrradladen, um sich das gewünschte Geburtstagsgeschenk meines Sohnes einmal näher anzuschauen und auszuprobieren.
Im Anschluss wollten wir uns noch ein leckeres Eis to go in der nachbarschaftlichen Eisdiele des Fahrradladens einverleiben.
Ich freute mich, auf die willkommene Abwechslung nach dem Corona-Lockdown mal wieder in ein Geschäft zu gehen, was nichts mit Lebensmitteln zu tun hatte.

Nach einer halbstündigen Autofahrt über schöne Landschaften kamen wir im Fahrradladen an.
Es herrschte mächtig Betrieb und es schien als wären wir nicht die Einzigen, die sich nach Abwechslung sehnten. 😉
In der 2. Etage wurden wir schließlich fündig auf der Suche nach unserem Bike.
Kein Verkäufer war weit und breit wegen der vielen Kundschaft zu sehen, also probierten wir schon einmal selber aus.
Mein Sohn hatte sein Lieblingsbike schon bald entdeckt und fuhr erfreut ein paar Mal hin und her.

Die Entdeckerin in mir wollte einfach Spaß haben.

Plötzlich spürte auch ich eine Lust in mir mal ein solches Bike auszuprobieren. Leider wollte es mir nicht so richtig gelingen auf dem beengten Raum und der eingeschränkten Sicht durch den Mundschutz und die Brille, dass Bike unter meine Kontrolle zu bekommen.
Ich kippte zur linken Seite und machte dabei sehr außergewöhnliche „akrobatische Verrenkungen“, um ja nicht das Fahrrad zu beschädigen.

Mit meinem linken Knie stoppte ich dann schließlich auf dem harten Fliesenfußboden.
Autsch, das tat weh.

Mühsam erhob ich mich, übergab meinem Mann das Fahrrad. Murmelte, dass ich im Auto warten würde, biss die Zähne zusammen und humpelte von dannen.
Die Treppe hinunter in Richtung Ausgang.

Die innere Stimme, die jeder in sich trägt.

Einer inneren Stimme folgend humpelte ich jedoch nicht wie ursprünglich geplant zum Auto, sondern direkt 300 m weiter zur Eisdiele. Wie ferngesteuert schaute ich in die Auslage und bestellte mir zwei Kugeln Sorbeteis. Dann erzählte ich dem Eisverkäufer von meiner Verletzung und fragte ihn, ob sie vielleicht irgendetwas zum kühlen für mich hätten. Er holte sogleich einen Eiswürfelbeutel aus der Kühltruhe und übergab ihn mir.
Ich war happy.

Bewaffnet mit meinem Eis und meinem Eiswürfelbeutel in der Hand humpelte ich zum nächsten großen Stein und ließ mich dort nieder.
Ich zog meinen Schal aus, den ich zum Glück an diesem Tag anhatte und fixierte den kühlenden Eiswürfelbeutel um mein schmerzendes Knie und Schienbein.
Anschließend legte ich mein Bein hoch und atmete das erste Mal so richtig tief und bewusst durch.

All das was zuvor passiert war, vom Sturz bis zum Durchatmen, lief eher wie ferngesteuert ab, aber nun kam ich das erste Mal wieder so richtig an im Jetzt.

Ratternde Gedanken bringen Stress und Unwohlsein.

Meine Gedanken fingen sofort an zu rattern…Mimimimi
Musste dieser Sturz jetzt wirklich sein? Wie konntest du nur so verrückt sein, auf diesem kleinen Raum versuchen Fahrrad zu fahren?…
Du bist doch keine zwanzig mehr…mimimi…Warum bist du nicht zu Hause geblieben und hast die Sonne auf der Terrasse genossen? Du hattest doch eh schon einen vollen Tag? Mimimi…

Die Gedanken überschlugen sich für einen Moment, bis ich die Reißleine zog und innerlich STOP sagte.

Trotz meines Schmerzes musste ich innerlich schmunzeln.
Ja, vielleicht war es unvernünftig und abzusehen (für meinen Mann und Sohn jedenfalls sah es von außen betrachtet so aus 😉 ), aber die neugierige Entdeckerin in mir, wollte es einfach mal ausprobieren…das Bike.

Dankbarkeit steigert das eigene Wohlbefinden und baut Stress ab.

Da saß ich nun auf dem Stein, mit meinem Schmerz und meinem Eis.
Und plötzlich spürte ich in mir eine ganz große Dankbarkeit.

Es ist, wie es ist. Ich hatte Glück.

Ich war dankbar, dass nicht mehr passiert war. Ich war dankbar, dass nicht alle anderen Fahrräder wie Dominosteine mit umgefallen sind. Ich war dankbar, dass der nette Eisverkäufer einen Eisbeutel für mich hatte. Ich war dankbar, dass ich mein schmerzendes Knie mit meinem Schal fixieren konnte. Ich war dankbar für das unglaubliche leckere Eis, dass ich tatsächlich Bissen für Bissen genießen konnte. Ich war dankbar für die Sonne, die auf mich herab strahlte und mich wärmte. Ich war dankbar, dass ich eine halbe Stunde Zeit nur für mich hatte.

Mein Glück ging noch weiter.

Im Nachbarort bekam ich kurz vor Ladenschluss in einer Apotheke Salbe und Traumeel Tabletten. Außerdem gab es noch als Geschenk eine Samentüte Bienenwiese.
Auf dem Rückweg konnte ich mich wieder an der herrlichen Landschaft, an einem Fuchs und an einem Storch erfreuen.

Mit meinem Sohn habe ich abends sogar noch herzhaft gelacht. Er gestand mir, dass es sei ihm sehr schwergefallen sei sein Lachen zu unterdrücken. Ich muss wohl wirklich eine sehr komische Figur gemacht haben. 😉
Außerdem hatte er sich vorgestellt, wenn in dem Laden eine versteckte Kamera installiert wäre, würden die Leute sich das „Pleiten, Pech und Pannen Video von mir“ immer wieder anschauen und sich dabei vor lauter Lachen auf die Schenkel klopfen.

Eins ist klar, mit der Geschichte werden wir alle noch so manches Mal lachen, bis uns die Tränen kommen.

Durch den Blick auf das Gute vergrößerst du deinen Spielraum für noch mehr Positives.

Wie geht es dir in solchen Situation, wo du vielleicht für einen Moment unachtsam warst? Dich verletzt hast? Quälst du dich danach gedanklich mit, hätte ich doch nur, wie konnte ich nur, wäre ich doch nur, wenn ich doch nur,…

Charles Dickens, ein Schriftsteller, der von 1812-1870 lebte, hat einmal gesagt:

Denken Sie über das Gute nach, das Ihnen gerade widerfährt, wovon jeder mehr als genug hat, und nicht über vergangene Missgeschicke, von denen jeder nur ein paar hat.

Quälendende Gedanken der Selbstvorwürfe bringen dich in diesen Momenten nicht weiter.
Das, was passiert ist, gehört bereits der Vergangenheit an und die Situation als solches lässt sich nicht mehr auf Anfang zurückdrehen.

Deine Laune und dein eigenes Wohlbefinden kannst du allerdings, auch in schmerzhaften Situationen oder wenn du in negativen Gedanken kreist, erheblich verbessern!

Ein achtsamer Blick verändert deinen eingeschränkten Blickwinkel.

Betrachte deine Situation einmal aus einer achtsamen und liebevollen Perspektive.

Was im Hier und Jetzt, in diesem Augenblick, ist bereits alles gut in deinem Leben.

Auch wenn du dich vielleicht am linken Knie verletzt hast, funktioniert bestimmt noch das rechte Knie. Dein Fuß ist funktionstüchtig, oder du kannst mit deinen Händen noch allerhand machen. Die Augen können noch sehen. Der Mund kann noch schmecken. Die Nase noch riechen. Deine Ohren hören. Dein Atem kommt und geht ganz selbstverständlich….und hält dich am Leben.

Ein achtsamer und liebevoller Blick kann die eigene begrenzte Sichtweise wieder erweitern. Dir neue Erkenntnisse und Möglichkeiten bringen.

Ich bin mir sicher, in liebevoller Achtsamkeit, wirst du einiges finden, was ganz wunderbar funktioniert in deinem Leben, selbst bei schmerzhaften Erfahrungen.

Wunder warten überall, wenn du bereit bist sie zu entdecken.

Willst du mehr Leichtigkeit und Freude in deinem Leben? Wieder mehr innere Ruhe und Gelassenheit in dir finden? Das Leben in vollen Zügen genießen? Entspannte Beziehungen führen? Lass uns zusammen einen Blick hinter die Kulissen werfen und herausfinden, was dich noch daran hindert dein erfülltes und glückliches Leben zu leben.

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