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Beitrag entspannt hören:)

 

Warum ein Frühjahrsputz nicht nur für unsere Wohnung wichtig ist, sondern auch für unsere Sichtweisen und Gedanken.

Mein ganzes Leben ist gerade total beschissen und ich will das so nicht mehr, sagte eine Kundin bei einer Coaching Sitzung per Skype zu mir. Ist das wirklich wahr, fragte ich sie daraufhin, dass ihr ganzes Leben total beschissen sei?

Die Kundin war Anfang 40, sah gut aus, hatte ein durchschnittliches Einkommen, eine kleine Wohnung, ihr Kühlschrank war immer gefüllt.
Sie kam gut über die Runden und hatte am Ende des Monats, sogar noch Geld übrig für diverse Extras, Urlaube, Kleidung, Ausgehen, etc….

Ist das wirklich wahr, was wir über unser Leben denken?

Warum kann sie nicht sehen, das ihr Leben doch auf den ersten Blick erstmal gar nicht so schlecht ist? Das ihr Glas immerhin halbvoll ist?
Das ihre Grundbedürfnisse gestillt sind und sogar noch darüber hinaus positive Dinge in ihrem Leben vorhanden sind.

Nicht unsere Gedanken sind das Problem.

Nicht unsere Gedanken sind unser Problem, sondern die Bewertungen unserer Gedanken.

Unsere Gedanken sind zunächst einmal neutral, aber dann fangen wir an die Gedanken zu werten, zu bewerten, zu urteilen.
Wir stecken unsere Gedanken also in verschiedene Bewertungs-Schubladen und dort werden sie zu Gefühlen.

Stellen wir uns mal eine Kommode mit drei Schubladen vor:

Die erste Schublade ist die neutrale Schublade 😐

Sortieren wir unsere Gedanken hier hinein, passiert erstmal gar nichts mit unseren Gefühlen, weder etwas Gutes noch etwas Schlechtes. Wie schon das Wort sagt, alles was wir hier hinein sortieren, ist weder – noch, sondern macht einfach nur neutrale Gefühle ohne Auswirkung.

Die zweite Schublade ist die positive Schublade 🙂

Sortieren wir unsere Gedanken in die positive Schublade, bekommen wir gute Gefühle, haben glückliche Momente, sehen die Welt mit sonnigen Augen, sind HAPPY, können das Gute überall entdecken, sind voller Liebe und übernehmen die Verantwortung für unser Leben.

Die dritte Schublade ist die negative Schublade 🙁

Das ist die Schublade, die für unsere Probleme verantwortlich ist!
Wenn wir hier unsere Gedanken einsortieren, breiten sich schlechte Gefühle aus und wir bekommen schlechte Laune. Wir sehen schwarz statt sonnig. Das Glas ist leer. Wir leben mehr in der Vergangenheit oder sorgen uns vor der Zukunft, als das wir im Jetzt leben. Alle anderen sind schuld.
Das ist u. a. auch die Schublade, wo Ängste geschürt werden.

Unsere Gedanken in Farben.

Würden wir diese Kommode noch mit Farben kennzeichnen, könnte man eine weiße Schublade für neutrale Gedanken nehmen, eine sonnig-gelbe Schublade für alle positiven Gedanken und eine grau-schwarze Schublade für die negativen Gedanken.

Manche Gedankenkommoden sind von positiven Gedanken leider weit entfernt.

Die Gedankenkommode meiner Kundin sah eher düster aus. Die schwarze Schublade war fast zu 2/3 gefüllt mit negativen Gedanken. Die weiße Schublade war gut 1/3 gefüllt mit neutralen Gedanken, aber in der gelben Schublade war nur ein kleiner Anteil von positiven Gedanken, der noch nicht mal 1/3 ausmachte.
Von Sonne, glücklichen Momenten und positiver Lebenseinstellung war hier wenig zu sehen.

Regelmäßige Gedankenhygiene bringt einen klaren Kopf.

Sich von unnötigem Ballast zu befreien, geht nicht nur auf materieller Ebene, sondern auch auf mentaler Ebene.
Im Laufe unseres Lebens sammeln sich mit der Zeit nicht nur Dinge an, sondern auch schmerzliche Erinnerungen, belastende Überzeugungen und andere seelische Altlasten.

Damit wieder mehr Leichtigkeit, inneres Wohlbefinden und Glück in das eigene Leben einzieht, wird es Zeit auch den Geist regelmäßig zu entrümpeln.

Festgefahrene alte Prägungen, Glaubenssätze und überholte Konditionierungen können sich neutralisieren und auflösen.
So können wieder neue Freiräume entstehen.
Andere Sichtweisen, von positiven und kreativen Gedanken.

Platz schaffen für das eigene Glück.

Wie bei einem Frühjahrsputz, nahmen wir uns jetzt die Kommode meiner Kundin vor.
Jede Gedankenschublade räumten wir aus und nahmen jeden Gedanken genauestens unter die Lupe.
Wir beleuchteten, hinterfragten, lösten auf, neutralisierten und misteten ganz nebenbei ihre Gedankenkommode aus;-).

Wir haben die Wahl, unsere Gedanken sind frei.

Wir können unsere Gedanken jederzeit in eine andere Schublade umräumen, sie auflösen oder ausmisten.

Du willst gute Gefühle haben? Dann achte auf das Einsortieren deiner Gedanken!

Wie sieht es in deiner Kommode derzeit aus?
Welche Farben haben deine Schubladen überwiegend?
Trägst du auch noch alte Gedanken aus der Kindheit mit dir herum, die dich eher ausbremsen?
Übernommene Gedanken von anderen,  die aber gar nicht mehr zu deinem jetzigen Leben passen?

Wünscht du dir in deinem tiefstem Inneren etwas ganz anderes?

Zeit für eine Gedankenhygiene.

Dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt für ein Frühjahrsputz deiner Gedanken-Kommode.

Ich lade dich ein, mit der nachfolgenden Übung deine Gedanken umzuräumen oder auszusortieren.

Viel Spass dabei 🙂

Zeichne eine Kommode mit drei Schubladen.

1. In die erste Schublade schreibst du all deine Gedanken auf, die positiv sind, die dich happy machen 🙂

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2. In die zweite Schublade schreibst du all deine Gedanken auf, die ohne Emotion sind, die für dich neutral sind 😐

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3. In die dritte Schublade schreibst du all deine Gedanken auf, die dir schlechte Gefühle machen 🙁

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Wenn du in alle Schubladen jetzt deine Gedanken sortiert hast, schaust du dir jeden einzelnen Gedanken noch einmal ganz genau an.

Hinterfrage und überprüfe jeden Gedanken.

Entspricht dieser Gedanke wirklich noch zu 100 % deiner jetzigen Ansicht?
Stimmt dieser Gedanke so noch? Ist er noch in der negativen Schublade richtig, oder lässt er sich vielleicht ganz leicht ohne großen Aufwand in die neutrale Schublade umräumen?

Ich wünsche dir ganz viel Spass bei dieser Übung.

Alles Liebe , Alexandra

„Wer seine innere Mitte gefunden hat,
kann im Außen gelassen für sich selbst einstehen.“