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Ein leichtes Kopfdrücken begleitete mich schon den ganzen Tag, während ich an den letzten Vorbereitungen meines anstehenden Wochenend-Seminars arbeitete.
Mein Zeitfenster war diese Woche eng geschnürt, ein paar weitere To do`s standen noch auf meiner Liste und mein Sohn stand auch schon hufscharrend vor der Tür und wartete auf meinen Einsatz als Mutter. 😉

Heute blieb mir definitiv kein zusätzliches Zeitfenster, um auch noch meinem Kopfschmerzsymptom nachzugehen oder es zu entschlüsseln.

Meine Arbeit wollte beendet werden und dann war mein Sohn an der Reihe!

Wenn innere Anspannung sich als Symptome bemerkbar machen.

So gut es ging versuchte ich zuerst einmal meinen leichten Kopfdruck zu ignorieren.
Die Phase der Ignoranz zeigte sogar kurzweiligen Erfolg, aber die Schmerzen behielten weiterhin die Oberhand.
Mit der Ignoriernummer kam ich heute definitiv nicht weiter. 😉

Zeit, um mich achtsam um mich selbst zu kümmern, hatte ich nicht. Da blieb jetzt nur die nächste Phase, die sogenannte „Weghabenwill“-Phase.
Und zwar bitteschön sofort, auf Knopfdruck!
Pille einwerfen und weg mit dem Symptom! Aber zackig!

Es kam leider ganz anders….

„Wenn du dir keine Zeit für dich nimmst,
wirst du sie dir später nehmen müssen.“

Wenn gar nichts mehr geht, außer out of order.

Fast drei Tage war ich ausgeschaltet durch Migräne.
Drei Tage, in denen gar nichts ging, außer Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe!
Drei Tage, in denen ich gezwungen war, mir nur für meine Genesung  Zeit zu nehmen.

Eine erzwungene Auszeit von Außen, über die ich nicht frei verfügen konnte.
Keine Rede von wegen Spiel, Spaß und Spannung, sondern eine Zeit, die gefüllt war mit endloser Stille und Schmerz, über die ich keine Macht hatte.

Wäre es nicht ein Leichtes gewesen meinen ersten Impulsen nachzugehen?
Einen Gang zu entschleunigen und achtsamer auf mein Symptom einzugehen?
Wäre ich doch, wenn ich doch gewusst hätte…..tja im nachhinein ist man meistens schlauer. 😉

Wenn Achtsamkeit gefragt ist.

  • Wie gut hörst du auf die kleinen Anzeichen, die dein Körper dir schon vorab sendet?
  • Was machst du, wenn du z. B. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder ähnliches verspürst?
  • Machst du bei den ersten Anzeichen von Schmerzen mal eine Pause?
  • Atmest vielleicht ein paar Mal tief durch?
  • Trinkst ein großes Glas Wasser?
  • Oder gehörst du eher zum Ignorier-Weghabenwill -Typ aus Zeitgründen oder ähnlichem?

Fragst du dich manchmal, was der Anlass deiner Symptome sein könnte?

Symptomaufstellung bringt Licht ins Dunkle.

In meinen systemischen Aufstellungscoachings sind Symptom-Aufstellungen mittlerweile Standard.
Wem die Ignoranz- oder Weghabenwillphase keine nachhaltige Linderung gebracht hat, wer Pillen, Spritzen, Ärzte, Heilpraktiker – Odyseen
erfolglos hinter sich hat, ist bereit an die Wurzel zu gehen, an den Übeltäter, an die Ursache.

Wenn sich Krankheitssymptome verstärken oder gar manifestieren, medizinisch aber nichts feststellbar ist, ist der Mensch wieder bereit
sich ernst und wichtig zu nehmen, sich Zeit zu nehmen um den Dingen auf den Grund zu gehen, bzw. dem Symptom auf die Spur zu kommen.

Wenn der Druck zu hoch wird, ist Zeit relativ.

Yvonne (Selbstständige Architektin) suchte mich in meiner Praxis auf. Hoher Blutdruck war das Thema. Sie war Mitte 40.
Hatte seit ca. 3 Monaten mit Bluthochdruck zu kämpfen. Ihr Hausarzt hatte verschiedene Tests gemacht, Tabletten verschrieben und sie musste ein Blutdruck-Tagebuch führen.

Am Anfang halfen die Tabletten und Yvonne konnte ihren Tagesablauf weiter wie bisher gestalten, was ihr aus Zeitgründen von Business, Kind und Haus natürlich sehr gelegen kam.

Seit zwei Wochen hatten sich ihre Symptome jedoch massiv verstärkt. Nachts konnte sie mittlerweile schlecht schlafen, sie war tagsüber müde und unruhig. Der Blutdruck war trotz Tabletten ständig am hin und schwer schwanken…

Sie wollte der Ursache nun unbedingt auf den Grund gehen!

Mit der systemischen Aufstellungsarbeit kannst du folgende Fragen für dich klären:

  • Wofür steht mein Symptom?
  • Was ist der Auslöser meines Symptomes?
  • Was ist die eigentliche Ursache meines Symptoms?
  • Um was geht es denn wirklich?
  • Was will mir mein Symptom sagen?

Durch Symptom-Entschlüsselung zur Lösung.

Um Yvonne`s Symptom zu entschlüsseln, schauten wir zunächst mit Hilfe der systemischen Aufstellung auf die Ursache des Bluthochdrucks.

Hier wurde ziemlich schnell deutlich, dass der hohe Blutdruck für einen alten ungelösten Konflikt ihrer Ex-Beziehung stand.

Diese Beziehung war zwar schon zwei Jahre beendet, aber die nicht gelösten Konflikte und Verhaltensmuster aus der alten Partnerschaft,
lebte Yvonne unbewusst in ihrer aktuellen Beziehung weiter.

Ungeklärte Beziehungskonflikte leben oft unbewusst in der nächsten Beziehung weiter.

Dass die aktuellen Machtspielchen zwischen ihr und ihrem neuen Partner eigentlich ein ungelöster alter Konflikt aus ihrem vergangenen Beziehungsmuster war,
war ihr nicht bewusst.

Yvonne hatte den alten ungelösten Konflikt aus der Vergangenheit zunächst erfolgreich beiseite geschoben, aber nun spiegelte sich dieser symptomatisch auf der körperlichen Ebene wieder und wollte gelöst werden.

Da organisch gesundheitlich bei Yvonne nichts feststellbar war, lag es nahe, dass es hier um etwas anderes geht.

Konfliktauflösung durch systemische Aufstellung.

Durch die neue Erkenntnis konnten wir den Konflikt auflösen.
Mit einem zusätzlichen Zeitmanagement- und Achtsamkeitstraining ist Yvonne heute wieder in Ihrer Work-Life-Balance, managed erfolgreich ihr Business,
Kind und Kegel.
Heute ist Yvonne achtsamer im Umgang mit sich und ihrem Körper.
Spricht Konflikte aus, statt in sich reinzufressen.
Nimmt frühzeitig innere Botschaften wahr und gönnt sich regelmäßige Auszeiten.

Vor dem Symptom kommt das Anzeichen.

Bei Kopfschmerzen einfach mal inne halten, eine Pause zu machen, vielleicht eine Atemübung anzuwenden oder eine Runde durch Wiesen und Felder zu laufen,
hätte den Druck auch in meinem Kopf wieder lösen können.
Der Druck in meinem Kopf, war der Druck, den ich mir letztendlich selbst gemacht hatte, der zeitliche Druck und die vielen Erledigungen die auf meiner langen Todo-Liste standen.

Manchmal ist eben weniger mehr, mehr Balance und mehr Lebensqualität.;-)

Wie gehst du mit Dir um? Hörst du schon auf die Botschaften deines Körpers?
Oder verdrängst du die Signale noch erfolgreich, weil du keine Zeit hast, weil du im Stress bist?
Dein Körper ist der Spiegel deiner Seele.
Es lohnt sich auf seine Botschaften zu achten, für deine Gesundheit.

Genieße ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben in Balance:-)

Herzlichst,

Alexandra Rosit-Hering

“Mit Klarheit lässt es sich entspannter leben.”

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