Wie Du in 6 Schritten Deine persönlichen Zeitfresser erkennen und dagegen steuern kannst.

Entspannt hören:)

 

„Ich habe kein Zeit, ich bin so im Stress” und Du?

Tagtäglich begegnet mir dieser Satz „Ich habe kein Zeit, ich bin so im Stress“ wie ein Ohrwurm aufs Neue. Es fühlt sich so an, als hätte die Mehrheit der Menschen da draußen, die gleiche Schallplatte mit dem Titel  “Ich hab ja so viel zu tun, ich bin ja so im Stress, ich hab ja keine Zeit” verschluckt.

Es scheint, als wäre eine neue Modeerscheinung ausgebrochen und nur wer heute noch Stress hat, ist hip und angesagt.
Es zeigt sich aber auch, das genau diese” trendgesteuerten” Menschen zu den Burn-Out-Gefährdeten gehören.

Wie gut also, dass man (frau) ja nicht jeden Trend mitmachen muss;-)

Falls Du auch zu dieser Spezies gehörst, die gerne mal den Satz „Ich habe keine Zeit, ich bin so im Stress“ verwendet, Du Dir aber eigentlich ein weniger stressiges Leben in Balance wünschst und Deine freie Zeit lieber mit schönen Dingen oder wunderbaren Menschen verbringen möchtest, dann solltest Du unbedingt weiter lesen.

Vielleicht bekommst Du hier genau den richtigen Impuls, um Deine derzeitigen Zeitfresser zu entlarven und aufzulösen.:-)

Keine Zeit zu haben, kann viele Beweggründe haben.

Ja, auch ich habe die Aussage früher gerne mal benutzt. Nicht als Trend, um mega hip oder angesagt zu sein, sondern aus anderen Beweggründen.

Ich war harmoniesüchtig. Ich wollte damals unbedingt in Harmonie mit allem und jedem sein, keinen anderen Menschen verletzen, Konflikten bin ich gerne aus dem Weg gegangen und meine eigenen Bedürfnisse hab ich lieber hinten angestellt.

Ich erinnere mich, da gab es früher mal die eine Bekannte, die sich immer mit mir treffen wollte. Das Problem war, dass ich eigentlich gar keine richtige Lust auf sie hatte, aber mich trotzdem mit ihr traf.
Reine Zeitvergeudung dachte ich jedes Mal nach unseren Treffen und meistens war ich noch dazu schlecht gelaunt und energielos, meine Bekannte hingegen war in top Form und wollte sich unbedingt bald wieder mit mir treffen…

Oft fragte ich mich, was passierte da eigentlich zwischen uns?
Warum fühlte ich mich so schlecht in ihrem Beisein und sie sich so gut?
Warum konnte ich Ihr nicht einfach sagen: „Hey, Du bist ok, ich bin ok, aber zusammen sind wir irgendwie nicht kompatibel.”

Harmoniesucht als Zeitfresser und Stressbeschleuniger.

Fakt war, ich wollte sie nicht verletzten, also blieb mir als Konsequenz nur der Rückzug von ihr und die Bekanntschaft auslaufen zu lassen. Wenn sie mich dann doch mal persönlich erreichte, und ein erneutes Treffen vorschlug, benutzte ich dann die Ausrede „Ich habe keine Zeit, ich bin so im Stress“, denn als “Harmoniebedürftigte” wollte ich ja auf jeden Fall weiterhin gemocht werden und mir war es auch nicht egal, was die anderen von mir denken.
Purer Stressbeschleuniger kann ich aus heutiger Sicht nur sagen 😉

Wie sieht das in Deinem Privatleben aus? Bist Du harmoniesüchtig oder stehst Du schon für Deine eigenen Bedürfnisse ein?

  • Wie gehst Du mit Bekanntschaften / Freundschaften / Ehrenämtern um, die Dir keine Freude und Energie bringen, die Dir aber wertvolle Zeit rauben?
  • Verbiegst Du Dich auch lieber öfter mal oder benutzt die „Ich habe keine Zeit, ich bin so im Stress“ Ausrede?
  • Ist Dir enorm wichtig was andere über Dich denken könnten oder sagen?

Selbstliebe statt Harmoniesucht.

Durch Zufall kam ich damals mit dem Thema Selbstliebe in Berührung und begann mich begeistert damit zu beschäftigen.  Durch verschiedene Übungen und  Techniken lernte ich sukzessiv mein Selbstwertgefühl aufzubauen.

Meine Harmoniesucht löste sich wie von Zauberhand durch die Steigerung meiner Selbstliebe und meines Selbstwertgefühls geradezu in Wohlgefallen auf.
Konflikte ließen sich von nun an wunderbar aushalten und ob anderen Menschen meine Nase passte, spielte für mich keine wirkliche Rolle mehr. Es war mir schlicht weg – egal.
Ich fühlte mich endlich nicht mehr fremdbestimmt und abhängig von anderen, sondern frei und selbstbestimmt. Ich hatte es selbst in der Hand:-)

“Wenn Du Dir selbst gibst, was Du im Außen suchst,
bist Du frei und unabhängig.”

Mir wurde nun auch klar, welches Beziehungsmuster mich mit dieser Bekannten damals verband:
Zu dem Zeitpunkt unserer damaligen Treffen hatte ich für mich selbst wenig Wertschätzung übrig. Sie schenkte mir ihre Aufmerksamkeit, weil sie gerne meine wertvollen Tipps und Impulse in Anspruch nahm. Allerdings tat ich das damals unentgeltlich, weil ich meinen eigenen Wert ja nicht erkannte.
Also war es ja auch kein Wunder, das sie mit Energie nach Hause ging und ich ausgelaugt und schlecht drauf war, denn unsere Bekanntschaft war nicht ausgeglichen, nicht wirklich in Balance.

Veränderung beginnt bei uns selbst.

Veränderung beginnt immer bei uns selbst. Ich kann den anderen Menschen nicht verändern, nicht seine Art, seinen Charakter, sein Verhalten. Ich kann immer nur bei mir selbst anfangen um etwas zu verändern.

Möchte ich also mehr Zeit mit schönen Dingen verbringen oder mit Menschen die mir am Herzen liegen?
Oder möchte ich mir meine wertvolle Freizeit von Zeitfressern stehlen lassen und mich lieber verbiegen?

Verbiegen bringt auf Dauer Stress und Unzufriedenheit.

Sich verbiegen, seine eigenen Bedürfnisse unterdrücken, angepasst sein macht auf Dauer unzufrieden, manchmal sogar krank. Wenn Du ständig Deine eigenen Bedürfnisse unter den Teppich kehrst wegen anderer Menschen, nimmst Du Dich selbst zu wenig wichtig. Wir sprechen hier nicht davon, mal eben einen Kompromiss zu machen oder über seinen eigenen Schatten zu springen, sondern es geht darum, wenn Du das ständig tust.

Würdest Du von einem anderen Menschen, der Dir wichtig ist, irgendwelche unmöglichen Dinge verlangen? Eher wohl nicht.
Das gleiche Recht hast auch Du. Du bist nicht dazu da, um den Erwartungen anderer gerecht zu werden. Fang erstmal an und werde Dir selbst gerecht. Fang an Dich selbst als wertvoll und einzigartig zu sehen.

Sich selbst wichtig zu nehmen, hat nichts mit narzisstischem Verhalten zu tun, sondern mit einer gesunden Portion Egoismus, und nur wer sich selbst wertschätzt, kann auch andere Dinge oder Menschen wert schätzen.

Erkenne Deine persönlichen Zeitfresser und mach Tabularasa in nur 6 Schritten:

Hast Du Lust bekommen Deine Zeitfresser zu entlarven?  Dann helfen Dir nachfolgende Fragen:

  1. Wie heißen Deine Zeitfresser?………………………………………………………………..
  2. Wieviel Zeit steckst Du in diese unausgewogenen Beziehungen?………………………………………………………………..
  3. Wieviel Deiner Energie steckst Du in diese unausgewogenen Beziehung?………………………………………………………………..
  4. Wie fühlst Du Dich vor, während oder nach den Treffen mit Deinen Zeitfressern?………………………………………………………………..
  5.  Welche Dinge würdest Du “eigentlich” gerne tun?………………………………………………………………..
  6. Mit welchen Menschen würdest Du Dich “eigentlich” gerne treffen?……………………………………………………………….

Schau Dir jetzt Deine momentanen Zeitfresser von 1-4 an und schau Dir dann Deine Antworten zu 5 und 6 an, die Dinge die Du “eigentlich” viel lieber tun möchtest.

Wenn Du “eigentlich” streichst, weißt Du genau, was Du von Herzen möchtest.

Entscheide Dich, wie Du Deine wertvolle Zeit in Zukunft verbringen möchtest und lass los was Dich festhält und Dir nicht gut tut.

Lerne in sanften Schritten für Dich selbst einzustehen, für ein Leben voller erfüllter und zufriedener Momente.

Alles Liebe, Alexandra

“Wer seine innere Mitte gefunden hat, kann im Außen gelassen für sich selbst einstehen.”

P.S.: Wenn Du auch an Coaching mit mir interessiert bist, dann buche gerne ein unverbindliches Kennenlerngespräch mit mir.

Beitragsbild: fernando-brasil

2019-04-07T19:33:30+02:00Februar 10th, 2019|Allgemein, Blog|2 Kommentare