
In dieser Folge geht es um dieses leise Hin und Her im Alltag, wenn kleine und große Entscheidungen sich nicht eindeutig anfühlen.
Du erfährst, warum wir manchmal zwischen Ja und Nein festhängen und dadurch innerlich unruhig werden.
Ich nehme dich mit in einen ganz alltäglichen Moment, der zeigt, wie schnell wir den Kontakt zu unserem stimmigen Gefühl verlieren.
Und was sich verändert, wenn wir wieder beginnen, diese inneren Signale klarer wahrzunehmen.
Am Ende geht es darum, wie du wieder mehr Ruhe und Klarheit in deine Entscheidungen bringst – ohne dich ständig zu verheddern.
Beitrag entspannt hören:)
Woran erkenne wir ein stimmiges Ja?
Manchmal wünschen wir uns einfach mehr Klarheit in unserem Leben, in unserem Job, in unserem Alltag.
Nicht darüber, was richtig oder falsch ist, sondern darüber, was für uns selbst wirklich stimmig ist.
Doch genau das fällt oft sehr schwer.
Denn statt innerer Klarheit erleben viele eher ein Hin und Her im Kopf.
Wir finden gute Gründe für etwas – und genauso gute Gründe dagegen.
Und irgendwann vor lauter Grübelei und analysieren wissen wir gar nicht mehr:
Was ist jetzt eigentlich mein Ja?
Wenn das Innere nicht zum Äußeren passt
Ein Hinweis darauf, dass etwas nicht ganz stimmig ist, zeigt sich oft dort, wo unser inneres Gefühl nicht mit unserem Verhalten im Außen übereinstimmt.
Wir sagen zu jemandem:
„Ja, mache ich.“
Und etwas später merken wir, manchmal aber auch genau in dem Moment, wo wir Ja sagen, spüren wir:
“Eigentlich will ich das gar nicht.“
“Eigentlich bin ich müde.“
„
Eigentlich habe ich gar keine Zeit, oder keine Lust“
oder was auch immer…
Das ist ein klassischer Ja-Nein-Konflikt.
Das Innere sagt etwas anderes als das,
was wir im Außen tun.
Das Gedankenkarussell
Manchmal ist es aber nicht so eindeutig.
Dann haben wir das Gefühl, gleichzeitig ein Ja und ein Nein zu spüren.
Und genau dort beginnt oft das Gedankenkarussell.
Wir finden Argumente für beide Seiten.
Wir finden Argumente für das Ja und für das Nein.
Vielleicht schreiben wir sogar Pro- und Contralisten um Klarheit zu bekommen.
Und doch – je länger wir darüber nachdenken und versuchen mit Logik an das Ganze heranzugehen, desto schwieriger wird es manchmal, überhaupt innere Klarheit zu finden, was nun zu tun ist.
Ein stimmiges Ja zeigt sich oft überraschend anders
Dazu möchte ich gerne ein kleines Erlebnis mir dir teilen, was mir neulich nochmal den Unterschied zwischen einem stimmigen Ja gezeigt hat.
Ich hatte meinen letzten Coachingtermin für diesen Tag beendet und war schon auf dem Nachhauseweg.
Der Tag war voll gewesen mit vielen Gesprächen, vielen Menschen und vielen Eindrücken.
Gedanklich war ich schon im Feierabendmodus.
Während der Fahrt telefonierte ich noch kurz mit einer Bekannten und irgendwann kam die Frage von ihr:
„Kommst du heute Abend auch noch auf das Fest?“
Und ganz ehrlich – normalerweise hätte jetzt wahrscheinlich mein Gedankenkarussell angefangen loszurattern.
Fragen wären aufgetaucht, wie vielleicht:
Habe ich überhaupt noch Lust?
Das Wetter ist ja gerade nicht so prickelnd?
Ist mir das nicht zu spät?
Wie viele Leute werden da wohl sein?
Lohnt sich das überhaupt?
….
Aber all das passierte nicht.
Stattdessen war da einfach nur ein kurzes Reinspüren: „Hm … warum eigentlich nicht?“
Als ich zu Hause ankam, zog ich mich kurz um und bin dann direkt wieder los.
Und was soll ich sagen?
Es wurde ein wirklich schöner Abend.
Was daran eigentlich spannend war
Das Interessante daran war für mich gar nicht der Abend selbst, sondern das, was vorher nicht da war.
Kein inneres Abwägen.
Kein Verhandeln.
Kein „Was ist, wenn …?“
Kein Gedankenlärm.
Ich hatte keine Zeit, mir eine Geschichte darüber zu erzählen, wie dieser Abend werden könnte.
Ich bin einfach von Moment zu Moment gegangen und genau dadurch war ich präsent.
Nicht in meinem Kopf. Nicht in meinen Geschichten.
Ich war einfach nur präsent im Augenblick.
Im Nachhinein dachte ich: So fühlt sich für mich ein echtes stimmiges Ja an.
Das ist nicht unbedingt laut. Hell yes. Chaka Chaka.
Das ist nicht unbedingt euphorisch oder besondes spektakulär.
Ein stimmiges Ja, kann ganz leicht, sanft und einfach sein – ohne inneren Widerstand.
Warum wir unserem Ja oft nicht trauen
Oft passiert nach solchen erlebten Situationen etwas Interessantes:
Kaum erleben wir etwas Schönes, meldet sich da manchmal eine innere Stimme im Kopf:
„Ja, aber das war nur Zufall.“ Oder: „Das heißt ja noch lange nicht, dass das wieder so wird.“
Genau so entstehen die Geschichten in unseren Köpfen, die wir uns erzählen und einfach für wahr halten – ohne sie zu überprüfen.
Wir nehmen diese Erlebnisse und machen etwas damit oder denken uns etwas aus –
aber es sind keine Fakten.
Wir denken uns Geschichten aus – über uns selbst, über unsere Beziehungen, über die Welt, über ….
Aber sind sie wirklich wahr?
Es lohnt sich immer mal wieder mit einem ehrlich Blick darauf zuschauen und sich vielleicht selbst dabei zu überraschen, was für tolle Geschichtenerzähler wir sind.
Denk an all die ganzen Bücher und Romane, wo Autoren sich tolle Geschichten ausgedacht haben.
Es ist cool sich Geschichten auszudenken – aber dann doch bitte solche, die uns dabei helfen, ein gutes Leben zu führen mit mehr Freude und Leichtigkeit und nicht noch mehr Anstrengung obendrauf zu packen.
Woran du ein stimmiges Ja erkennst
Kommen wir nochmal zurück zu dem stimmigen Ja.
Ein stimmiges Ja fühlt sich oft weniger spektakulär an, als wir denken.
Es braucht nicht viele Argumente, oder gar keine. Keine Begründungen.
Es fühlt sich eher so an, als wäre es der nächste Schritt.
Leicht, ruhig und klar.
Für mich fühlt es sich so an:
Das innere Ja ist ohne inneren Widerstand, aber eindeutig.
Das Erkennen im Alltag
Wenn du jetzt vielleicht denkst, oh cool, was für ein schönes Erlebnis, aber dir selbst fällt gerade kein echtes stimmiges Ja in deinem Leben ein – dann mach es dir so leicht und einfach wie möglich.
Schau mal, wo in deinem Alltag gibt es bereits ein Ja-Ja (also ein Ja im Innen und ein Ja im Außen) ?
Wo stimmt das innere Gefühl mit deinem äußeren Handeln bereits überein?
Vielleicht beim Zähneputzen, beim Duschen, Frühstückmachen, beim Kochen, oder irgendwelche To-do Listen abzuarbeiten.
Es gibt sie, diese ganz einfachen Dinge – relativ unspektakulär, wo wir diese Ja`s schon spüren können.
Wenn du dir diese kleinen Ja-Ja Momente anschaust, wird oft etwas deutlicher:
Ein stimmiges Ja ist nichts, das wir erst finden müssen – sondern etwas, das wir bereits im Alltag kennen.
Die Zerissenheit im Unbewussten.
Im Alltag erleben wir oft das Gegenteil von einem stimmigen Ja.
Hast du deine Ja-Nein Konflikte schon entlarven können?
Wo sagst du Ja, oder immer wieder Ja, obwohl du eigentlich Nein spürst?
Hier ein paar Beispiele …
Wie sieht es mit deinem Kalender aus?
Ist der vielleicht schon voll und trotzdem jonglierst du hin und her. Schaffst Lücken oder Zeitfenster, obwohl es eigentlich gar keine gibt? Schiebst solange hin und her, bis du noch irgendetwas reinquetschen kannst.
Aber wo sind die wirklichen Ja`s ?
Wie sieht es in deinen Beziehungen aus?
Wo sagst du vielleicht immer noch Ja, obwohl du schon lange denkst: Das fühlt sich nicht gut an!
Oder bei irgendwelchen Aufgaben, die du längst nicht mehr machen möchtest.
Oft ist uns nicht wirklich bewusst was vor sich geht, sondern wir spüren oder es zeigt sich im Alltag selbst:
du wirst nervöser und gereizter
fühlst Druck und Anstrengung
Spürst Müdigkeit oder Erschöpfung
schiebst Dinge vor dir her
funktionierst nur noch
freust dich kaum noch auf Kontakte oder Termine
fragst dich, war das jetzt alles?
…
Und nicht als Problem zu sehen, sondern lediglich als Information zu sehen.
Das sind oft Hinweise darauf, dass etwas nicht mehr ganz stimmig ist.
Es lohnt sich da ein wenig näher hinzuschauen.
Mehr Klarheit statt mehr Nachdenken
Vielleicht geht es am Ende gar nicht darum, sofort alles zu verändern, oder die perfekte Entscheidung zu treffen.
Sondern es geht darum, wieder wahrzunehmen:
Wo fühlt sich etwas wirklich nach mir an?
Und wo nicht?
Zum Abschluss möchte ich noch einen Gedanken mit dir teilen:
Je besser wir verstehen, wie wir selbst funktionieren, desto leichter wird es auch, Entscheidungen zu treffen, die wirklich zu uns passen.
Das war’s für heute. Vielleicht war genau der richtige Impuls für dich dabei, den du heute gebraucht hast – deinen eigenen stimmigen Weg ⚖️ zu gehen.
Bist du noch glücklich?
Wenn du das Gefühl hast, dass dein Leben eigentlich viel zu kostbar ist, um weiterhin
- dich anzupassen und es allen recht zu machen,
- dich von alten Mustern ausbremsen oder antreiben zu lassen,
- oder im Moment nicht weißt, wie du mit einer Situation am besten umgehen soll
dann lass uns gemeinsam schauen, wie du dich innerlich neu ausrichten kannst.
Für ein Leben, das dich wirklich berührt, nährt, inspiriert und erfüllt.
Ein Leben, in dem du mit mehr Klarheit, Vertrauen und Leichtigkeit deinen eigenen Weg gehst – ehrlich, echt und stimmig mit dir.
Glücklicher und entspannter zu leben ist möglich – auch für dich. 🌿
Ich arbeite ganz unkompliziert online oder telefonisch – und auf Wunsch auch in einem persönlichen VIP Retreat.
Wenn du spürst, dass es Zeit ist, den ersten Schritt zu gehen, dann buch dir hier dein unverbindliches Klarheitsgespräch mit mir. Ich freu mich auf dich!

Alexandra Rosit-Hering Neuausrichtungsmentorin für mehr Klarheit & innere Balance im Leben
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