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In meinen systemischen Coachings unterstütze ich immer wieder Menschen die eine riesen Bürde von ihrer Ursprungsfamilie mit sich herumschleppen.

So wie auch in diesem Beispiel: Ein junger Mann (Anfang 30), mehrfacher Familienvater und selbstständiger Unternehmer, hatte  vor zwei Jahren den elterlichen Handwerksbetrieb übernommen. In fünfter Generation berichtete er mir voller Stolz.
Gleichzeitig spürte und sah ich aber noch eine ganz andere Seite in ihm. Eine große Belastung und Traurigkeit.
Als ich ihn nach einer Weile fragte, ob dieses große Familienerbe denn auch das sei, was er sich von Herzen für sein Leben wünsche, ließ er die Schultern sinken.
Leise sagte er, eigentlich würde er viel lieber etwas ganz anderes machen, als den Familienbetrieb weiter zu führen, aber er wäre doch seiner Familie gegenüber verpflichtet und wüsste auch gar nicht wie er aus dieser Verantwortung rauskommen sollte….

Die lieben Ahnen und die damit verbundenen Geschenke oder eben auch Bürden.

Der junge Familienvater und Unternehmer litt seit geraumer Zeit an depressiven Stimmungsschwankungen. Er beschrieb eine innere Leere und Unzufriedenheit.

Als einziger männlicher Nachfolger der Familie war ihm quasi schon mit in die Wiege gelegt worden, dass er mal den elterlichen Betrieb irgendwann übernehmen würde. 

Ist das Erbe unserer Familie ein Geschenk was uns begeistert, ist das wunderbar. Wenn wir aber nur aus reinem Pflichtbewusstsein heraus etwas tun, aber eine völlig andere Vorstellung von unserem persönlichen Lebensentwurf haben, wird das nicht ohne Konsequenzen bleiben.

Für uns nicht, aber auch für unser Umfeld nicht.

Das komplexe Familiensystem und die Auswirkungen der Vergangenheit.

Wenn man stets seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche unterdrückt, wird man vielleicht  irgendwann zu einem übellaunischen Chef, der ständig nur an allen Mitarbeitern rumnörgelt und mit jedem Ergebnis unzufrieden ist.

Oder die Familie wird unter der ständigen Unzufriedenheit leiden.

Vielleicht wird sogar die Firma finanzielle Verluste einfahren, weil man nicht wirklich von ganzem Herzen hinter der Firma steht.

Vielleicht wird aber auch die eigene Gesundheit irgendwann darunter leiden oder Depressionen machen sich breit.

Erben kann ein Geschenk, aber auch eine Bürde sein.

Das Gefühl nach Zugehörigkeit und Anerkennung kann so stark sein, dass man lieber lebenslang seine eigenen Gefühle unterdrückt als für sich selbst einzustehen.

Wer aus diesem Teufelskreis auszusteigen und seinem Leben eine neue Richtung geben will, braucht in erster Linie eine klare Entscheidung, damit die alten Prägungsmuster, Blockaden und überholten Konditionierungen aufgedeckt und gelöst werden können.

Ja, es braucht Mut für sich selbst einzustehen. 

Wer sich aber tagtäglich verbiegen muss, um die Erwartungen anderer zu erfüllen und Anerkennung und Liebe zu bekommen, belügt sich jeden Tag auf`s neue und gefährdet damit auf Dauer seine Gesundheit.

Die Entscheidung liegt bei uns.

Die Entscheidung liegt bei uns, wie wir unser Leben gestalten. Ob als Erwartungserfüller anderer oder als kreativer Gestalter. 

Der junge Unternehmer hatte für sich entschieden, dass er nur dieses eine Leben hat und von nun an in einem unterstützenden Coachingprozess lernen möchte seine Wünsche erfolgreich zu realisieren und für sich selbst einstehen zu können, statt nur noch zu funktionieren und weiter zu resignieren.

Eine neue Richtung gehen und das eigene Glück entdecken.

Wer seinem Leben eine neue Richtung geben will, kann mit Selbstreflexionsfragen schon in kleinen Schritten den eigenen Wünschen und Bedürfnissen ein Stück näher kommen und das eigene Glück neu für sich entdecken.

Eine persönliche Innenschau hilft nach innen zu lauschen, dem nachzugehen, was unser Herz und unsere Sehnsucht uns eigentlich mitteilen möchte.

Die nachfolgende Übung hilft dir das eigene Glück neu zu entdecken.

Nimm dir für die nachfolgende kleine Selbstreflexion einen Moment Auszeit von deinem Alltag. Suche dir einen schönen, ungestörten und bequemen Platz dafür aus. Leg Dir Stift und Papier bereit.

Halte inne und hör in dich hinein….

5 Denkanstöße das eigene Glück neu zu entdecken:

1. Was bringt dich sofort zum lächeln, wann immer du daran denkst?

 

 

 

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2. Was gibt dir ein warmes und wohliges Gefühl?

 

 

 

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3. Wofür bist du dankbar in deinem Leben?

 

 

 

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4. Was würdest du tun wenn Geld keine Rolle spielen würde?

 

 

 

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5. Wie würde dein Leben aussehen ohne Ängste? Wenn dich nichts zurückhalten würde?

 

 

 

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Viel Freude mit diesen  Denkanstößen 🙂 

In einem unverbindlichen Kennenlerngespräch kannst du mehr darüber erfahren, wie sich Verstrickungen und Blockaden erfolgreich lösen lassen.

Herzlichst, Alexandra

„Wer seine innere Mitte gefunden hat, kann im Außen gelassen für sich selbst einstehen.“

 

Weitere Beiträge zu Familienaufstellung und systemischen Coaching findest du hier:

Warum ein liebevolles Nein ein ehrliches Ja zu Dir selbst ist.

 

 

Beitragsbild: josh-felise-unsplash