Entspannt hören:)
Glück. Kleines Glück. Grosses Glück.
Was bedeutet für dich Glück? Denkst du dabei an etwas Großes, an große Dinge oder Ziele, die du unbedingt noch erreichen willst? Vielleicht hast du sogar eine „Bucket List“, eine Liste mit Sammlungen aller Wünsche, Träume und Ziele, die du in deinem Leben erreichen möchtest?
Manchmal lassen wir uns irritieren, wenn wir an das Thema Glück denken.
Wir lenken uns ab mit grossen Ideen und Vorstellungen, die in der Zukunft liegen. Wir glauben, wenn diese oder jene Situation erreicht wäre, dieses oder jenes Ziel geschafft, oder etwas Materielles angeschafft, dann wären wir endlich viel glücklicher und unser Leben einfacher.
Diese Gedanken hatte ich früher auch oft, dass mein Glück mit Umständen und Zielen verknüpft war, die in der Zukunft lagen:
Wenn ich endlich das tolle Auto habe, dann..
Wenn ich erst die tolle Wohnung habe, dann…
Wenn ich erst diese Prüfung geschafft habe, dann…
Wenn ich endlich Summe xy auf meinem Bankkonto habe, dann…
Wenn ich beruflich erfolgreich bin, dann..
Wenn ich 15 Kilo abgenommen habe, dann…
Wenn ich erst ein Kind habe, dann…
Wenn ich einen tollen Partner gefunden habe, …
Wenn ich in dem berühmten Grandhotel meinen Urlaub verbringe, dann…
wenn ….dann…
Manchmal habe ich mich gefühlt wie ein Hase, dem man die Karotte vorhält. Um dann festzustellen, dass wenn ich diese Karotte dann hatte, der Glücksmoment schnell wieder vorbei war, aber schon wieder die nächste Karotte vor meiner Nase lockte.
Es fühlte sich an, als würde ich meinem Glück ewig nur hinterherrennen.
Die Einfachheit von Glück. Kann es wirklich so einfach und mühelos sein?
Glücksratgeber waren früher meine Standardlektüre. So wie andere die Tageszeitung lesen, habe ich sehr viele Ratgeber zum Thema Glück inhaliert.
Und viele Bücher waren es deswegen, weil ich, nachdem ich sie gelesen hatte, entweder die Einfachheit von Glücklichsein wieder in meinem vollen Arbeits- und Alltagsgedöns vergaß, oder der ganzen Einfachheit einfach nicht über den Weg traute.
Konnte es wirklich so einfach sein?
Und sobald der nächste Ratgeber zum Glück auftauchte, war ich schon voller Aufregung endlich hier das große Geheimnis zum Glücklichsein zu entdecken.
Heute weiß ich, es ist wirklich total simpel und einfach mit dem Glücklichsein, wenn wir es nicht komplizierter machen, als es ist.
3 wesentliche Dinge für das kleine grosse Glück.
Eigentlich brauchen wir nur drei wesentliche Dinge für das kleine große Glück zu verstehen.
Zum einen gibt es etwas Universelles. Das Universelle ist, dass Glück, ein flüchtiger Moment ist.
Glück kommt, Glück geht. So wie unser Leben eben funktioniert, von Moment zu Moment.
Dann gibt es das Persönliche. Das ist unser Eigenes, bedeutet für jeden Menschen etwas anderes und ist variabel.
Simples Beispiel, der eine wünscht sich zu seinem Glück ein Hund, der andere kann Hunde nicht riechen.
Das ist eine ganz persönliche Entscheidung, die sich aber jederzeit verändern kann.
Und dann haben wir noch die Mechanik in unserem Gehirn. Das Belohnungssystem, das immer mehr will von diesem Erlebnis.
Für mich sieht es so aus, als ließe sich ein Glücksrezept kreieren, dass aus diesen drei wesentlichen Teilen besteht.
Zutiefst glücksselig und plötzlich lost (verloren).
Das ist mir letzthin in meiner kurzen Auszeit in den Schweizer Bergen nochmal so bewusst geworden.
Ich habe gefühlt jeden Tag in seiner Gänze inhaliert und aufgesogen – die wundervolle Umgebung, die Begegnungen und die Kulinarik.
Am letzten Tag bei meiner Wanderung pausierte ich zwischendurch auf einer Bank, genoss die Aussicht mit dem herrlichen Panoramablick auf die Berge und unterhalb lag der See vor mir. Ich fühlte mich so erfüllt und würde sagen so fühlt sich zutiefst glückselig an.
Aber plötzlich verändert sich dieses wunderbares Gefühl und ich fühlte mich einfach nur noch lost.
Erst glückselig und im nächsten Moment war das Glücksgefühl plötzlich verpufft.
Was war passiert?
Ich war in einer Gedankenschleife der Zukunft gefangen, wünschte mir dieser Moment möge niemals vorbeigehen.
Die Zeit sollte stehen bleiben. Ich wollte den Moment konservieren, denn ich wusste morgen war alles vorbei.
Morgen wäre ich wieder zu Hause, bzw. auf der Autobahn unterwegs.
Ab dem Punkt als meine Stimmung kippte, war ich aus der Gegenwart herausgefallen, von einem bewussten Genuss hinein in eine Illusion von Zukunftsgedanken.
Ich war nur noch in meinem Kopf, mit all meinen ganzen Gedanken beschäftigt.
Gedanken des Mangels, was mir alles fehlen würde, wenn ich nicht mehr hier wäre.
Wo liegt das Glück?
Wir alle sind ständig in unserem Kopf unterwegs, in unseren Gedanken über uns selbst, über die anderen oder die Welt.
Wir leben in unseren Geschichten und sind dabei in der Vergangenheit, oder grübeln über die Zukunft.
Beides nicht existent. Weder die Vergangenheit noch die Zukunft.
Es gibt zwei Varianten von Leben. Das Leben zu leben, zu erfahren, bewusst, mit all unseren Sinnen,
und die andere Variante ist, gedanklich in den Geschichten – was war und was werden könnte – festzuhängen.
Du kannst das Leben erfahren, oder das Leben denken, vielmehr zerdenken.
Ich finde es sehr hilfreich, das zu verstehen, bzw. sich immer wieder daran zu erinnern, wie die Mechanik
